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Bürgerinitiative gegen BoA- Erweiterung
Niederaußem e.V.
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Neubau auf alten Flächen

An Stelle einer Ausweitung der Kraftwerksfläche in Niederaußem und dem damit verbundenen Flächenverbrauch, schlägt Big BEN den sofortigen Rückbau des veralteten Kraftwerks in Frimmersdorf vor.


RWE Uralt-Braunkohlekraftwerk Frimmersdorf

Auf der dadurch frei werdenden Fäche lassen sich 5-6 BoA-Kraftwerksblöcke errichten.
Nur das ist wirkliche Kraftwerkserneuerung. Außerdem läßt sich damit eine sonst unvermeidlich entstehende Industriebrache vermeiden (Altlaßt die möglicherweise der Kommune "zur Nutzung" überlassen wird).

Die Vorleistungen dafür haben Bevölkerung und Politik durch die Duldung der Erweiterung und der damit verbundenen Ausweitung der Kraftwerke Niederaußem (BoA 1) und Neurath (BoA 2+3) bereits erbracht.

Allein der BoA-Block in Niederaußem mit seiner Leistung von ca. 1.100 Megawatt vermag annähernd alle 150MW Blöcke in Frimmersdorf zu ersetzen - und das schon seit 2003.

Daten BKW Frimmersdorf:
Erste Inbetriebnahme 1955, Ausbau bis 1970,
11 Blöcke 150MW (davon 1 Block nicht mehr betriebsbereit), 2 Blöcke 300MW,

Denkbar wäre aber auch die Übernahme des kompletten Kraftwerks Frimmersdorf als "Industriemuseum" durch die "Bundeshauptstadt der Energie"


Neue Blöcke auch in Weisweiler

RWE hat Regionalrat und Landesregierung den Kraftwerks- standort Weisweiler ausdrücklich als möglichen Standort für neue Braunkohleblöcke genannt. Flächen dafür sind dort verfügbar.


RWE Braunkohlekraftwerk Weisweiler

In der RWE Planung neuer Braunkohleblöcke taucht Weisweiler zu keiner mehr Zeit auf. Die RWE Planung sieht für alle neu zu errichtenden Braunkohleblöcke ausschließlich die beiden Standorte Niederaußem und Neurath vor.

Im Sinne einer Standort bezogenen Kraftwerkserneuerung ist das nicht, es erweckt eher den Eindruck als wolle der Energiekonzern den Standort Weisweiler über Zeit "auslaufen lassen". Dafür sprechen auch Alter und Leistungsdaten der Kraftwerksblöcke. Der in Neurath im Bau befindliche BoA-Doppelblock mit 2.200MW könnte in Weisweiler alle Braunkohleblöcke (2.100MW) komplett ersetzen.

Daten BKW Weisweiler:
Erste Inbetriebnahme 1955, Ausbau bis 1975,
Nachrüstung mit 2 Vorschaltgasturbinen 2006/2007.
2 Blöcke 150MW, 2 Blöcke 300MW, 2 Blöcke 600MW, 2 VGT 270MW


Alternative Standorte
RWE Power hat laut eigener Aussage mehrere Alternativstandorte geprüft.

Alle Alternativstandorte sind jedoch von RWE Power aus wirtschaftlichen Erwägungen verworfen worden. Der Bitte der Bürgerinitiative Big BEN mindestens 3 dieser Standorte zu nennen konnte bzw. wollte RWE Power bisher nicht nachkommen. Big BEN hat daraufhin selbst Alternativstandorte ermittelt, geprüft sowie die dem Kraftwerksbetreiber dadurch entstehenden Mehrkosten errechnet. Nach Ansicht von Big BEN gibt es für das Vorhaben mindestens noch zwei weitere Standorte, die wirtschaftlich vertretbar sind und Mensch und Umwelt weniger belasten.

Einer dieser Standorte liegt unmittelbar am Tagebau Garzweiler, er hat eine Größe von ca. 240ha und böte somit Platz für mindestens 8 BoA-Blöcke. Der Standort wird tangiert von der Autobahn A61 und hat hierdurch die notwendige Verkehrsanbindung für PKW- und Schwerlastverkehr.

   (Vergrößerung durch Klick) Vergrößern durch Klick
Die Mehrkosten für die Infrastrukturmaßnahmen am vorgeschlagenen Alternativstandort betragen ca. 5% der Kosten je BoA-Block. Diesen Mehrkosten liegen Richtpreise international tätiger Fachunternehmen zugrunde. Sie Beinhalten zwei Hochspannungstrassen mit ca. 10 km Länge, ca. 10 km zusätzliche Bahntrasse für die Kohlebahn und ca. 10 km Wasserleitung. Mehrkosten die dem Unternehmen RWE Power durchaus zumutbar sind, wenn man bedenkt, daß von der Erweiterung des Standortes Niederaußem ca. 17.000 Einwohner in den umliegenden Ortschaften betroffen sind. Am genannten Alternativstandort jedoch lediglich ca. 2.000 Einwohner. Dabei wären nicht nur die Entfernungen zwischen den dort möglichen Kraftwerksanlagen und der Wohnbebauung (Ortschaft Kirchherten) wesentlich größer als am Standort Niederaußem, dieser Ort läge aufgrund des Sonnenverlaufs immer auf der von der Sonne beschienenen Seite. Verschattung der Dörfer wie am Standort Niederaußem sind hier nicht zu erwarten

Der Alternativstandort ist in der Bildmitte der Karte schraffiert dargestellt und liegt entlang der südwestlichen Grenze des Tagebaus Garzweiler.


Alternative Kühlturmtechnik
Müssen Kühltürme wirklich bis zu 200m hoch sein oder geht es auch anders?!

Bei Hybrid-Kühltürmen reichen schon Höhen von ca. 50m vollkommen aus.

Die Schwadenbildung solcher Hybrid-Kühltürme fällt außerdem etwa 90% niedriger aus als bei den "hochmodernen" Kühlturmgiganten (Naßkühltürme) in Niederaußem und Neurath. Die Technik ist erprobt und hat sich mehrfach bewährt.

Da fragt man sich doch warum RWE für seine BoA-Kraftwerke immer noch auf die extrem hohen Naßkühltürme setzt?
Ein möglicher Grund dürfte sein: "Weil mit den Kühltürmen auch die Verbrennungsabgase abgeleitet werden!" Bei größerer Ableitungshöhe lassen sich die Abgase weitflächiger ver-teilen und es kommt nicht zu einer Schadstoffkonzentration vor Ort.

Auch der Regionalrat Köln hat sich mit der Hybrid-Kühlturmtechnik befaßt. Hier eine Pressemitteilung der CDU-Fraktion im Regionalrat Köln:  Es geht auch anders.pdf (100kB)


Geothermie Kraftwerke sicher - sauber - leistungsfähig - wirtschaftlich - zukunftsweisend

Keine Utopie, nicht nur in Bayern funktioniert es. Erdwärme könnte Energiebedarf für über 100 000 Jahre decken. Erdwärme unter Deutschland übersteigt den Stromverbrauch um den Faktor 600.
Bis 2020 Kraftwerksleistung im Gigawatt-Bereich möglich.

Geothermie-Unterhaching.pdf
                  (165kB)
Geothermie-Kraftwerke.pdf
                  (145kB)
Geothermie-Kraftwerk Unterhaching
Gebäude der Stromerzeugungsanlage

Strom effizienter einsetzen
Wird in Deutschland der Strom knapp? Die Atomkraftwerke sollen bis zum Beginn des übernächsten Jahrzehnts vom Netz gehen, und gleichzeitig will man die Nutzung fossiler Energien zugunsten des Klimaschutzes reduzieren.
Geht das überhaupt? Und wenn ja, wie?



Solarthermisches Kraftwerk - Photovoltaikanlage
 
Wenn der Stromverbrauch in Deutschland jährlich um 1 Prozent steigt, wird der Nettostromverbrauch von heute 541 Milliarden auf 616 Milliarden Kilowattstunden im Jahre 2020 wachsen. Gelingt es jedoch, den Verbrauch jährlich durch strikte Effizienzverbesserung um nur 1 Prozent zu reduzieren, kommen wir im Jahr 2020 mit 474 Milliarden Kilowattstunden aus. Die Differenz zwischen beiden Szenarien beträgt satte 142 Milliarden Kilowattstunden, das ist mehr, als alle Atomkraftwerke in Deutschland im vergangenen Jahr erzeugt haben.


Hybridkraftwerke
Hybrid-Kraftwerke verbinden die Produktion von Strom mit der von Wärme und Kraftstoffen aus Windenergie, Biogas und anderen erneuerbaren Energiequellen. Das Konzept des "Virtuellen Kraftwerks" oder des "Kombikraftwerks" wird auf diese Weise gekoppelt mit einem direkten physikalischen erneuerbaren Energiemix und einer Speicherlösung.

Schema ENERTRAG Hybridkraftwerk Vergrößern durch Klick
(Schema zum Vergrößern anklicken)
 
Im April 2009 beginnt das Brandenburger Unternehmen ENERTRAG mit dem Bau eines
Wind-Wasserstoff-Hybridkraftwerks.

Das Hybridkraftwerk der ENERTRAG besteht aus drei Windkraftanlagen, einem Biomassekraftwerk, einem Wasserstofferzeuger und einem Wasserstoffspeicher. Die Koppelung unterschiedlicher erneuerbarer Technologien sorgt dafür, dass stabile Energiemengen in berechenbarem Umfang aus erneuerbaren Quellen gleichmäßiger und bedarfsgerecht ins Netz eingespeist werden können. Damit wird das Argument von Kritikern, Strom fließe aus regenerativen Quellen nicht kontinuierlich, hinfällig.

Ansprechpartner vor Ort

Rheidt / Hüchelhoven
Georg Keulertz; 02183-413030
Hans-Joachim Gille; 02183-7231

Auenheim
Wolfgang Sewelies; 02271-55789
Bedburg- Rath
Herbert Förster; 02272-918990

Büsdorf
Dr. Ruth Hausmann, 0171-2427240

Fliesteden
zur Zeit keine Kontaktperson
Glessen
Michael Broetje; 02271-52577
Oberaußem
zur Zeit keine Kontaktperson
Niederaußem
Dieter Hunke; 02271-52577
Stommelerbusch
Rolf Dohm; 0172-9356854
E-Mail info@bi-bigben.de