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Bürgerinitiative gegen BoA- Erweiterung
Niederaußem e.V.
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Ärzte und Heilberufler aus Dörpen im nörd-
lichen Emsland beziehen Position gegen Kohlekraftwerk
Überall - in ganz Deutschland,
außer im rheinischen Braunkohlerevier bzw. im Ballungsgebiet der Braunkohle-
kraftwerke Niederaußem, Neurath, Frimmersdorf und Weisweiler,

engagieren sich Ärzteinitiativen gegen Kohlekraftwerke und stellen sich damit hinter die betroffene Bevölkerung.

Warum halten unsere Ärzte immer noch still ?!
Ärzteschaft gegen Kohlekraft  
Ärzteinitiative Ensdorf
(PDF-Dokument, Dateigrösse 115KB)
Saarländische Ärzteschaft sagt NEIN zum RWE Steinkohlekraftwerk in Ensdorf. Resolution an Ministerpräsident
Gesundheitsinitiative Dörpen
(Internet-Verweis)
ca. 110 Ärzte haben ein Positionspapier gegen ein Kohlekraftwerk Dörpen und gegen Kohlekraftwerke allgemein unterzeichnet.
Ärzteinitiative Lünen
(PDF-Dokument, Dateigrösse 135KB)
Ärzte aus Lünen, Werne, Waltrop, Selm, Kamen und Bergkamen wehren sich gegen Steinkohlekraftwerk
Ärzte kontra Kohle
(PDF-Dokument, Dateigrösse 127KB)
Ärzteinitiative Lünen: Tumoren, respiratorischen Erkrankungen, Allergien durch Kohlekraftwerke.
Ärzteinitiative Mainz
(PDF-Dokument, Dateigrösse 110KB)
229 Ärztinnen und Ärzte ergreifen die Initiative gegen den Bau eines Steinkohlekraftwerkes in Mainz.
Initiative Wiesbadener Ärzte
(PDF-Dokument, Dateigrösse 94KB)
Appell Wiesbadener Ärztinnen und Ärzte gegen geplantes Kohlekraftwerk auf Ingelheimer Aue.
Ärzteinitiative Wilhelmshaven
(PDF-Dokument, Dateigrösse 968KB)
Ärzte: "Kohlekraftwerke machen krank". Erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Quecksilber, Dioxine und Feinstaub.
Mediziener schlagen Alarm
(PDF-Dokument, Dateigrösse 160KB)
Ärzte warnen vor gesundheitlichen Folgen des von Vattenfall geplanten Kohlekraftwerks Moorburg. Luftverschmutzung in Form von Feinstaub, Schwefeldioxid, Ozon oder Stickoxiden hat ernsthafte Auswirkungen auf die Gesundheit.
   
Die Braunkohle-Kraftwerksparks in Niederaußem und Neurath erreichen Dimensionen die alle oben genannten Kraftwerksvorhaben in den Schatten stellen:

8-10 Stück neue Kraftwerksblöcke vom Typ BoA (je Block 1.100 Mega-Watt)
zusätzlich zu den bereits bestehenden Kraftwerksanlagen !

Die gesundheitlichen Folgen der von RWE geplanten bzw. bereits begonnenen, maßlosen Kraftwerkserweiterung an den Standorten Niederaußem und Neurath, sind zur Zeit noch gar nicht absehbar. Berücksichtigt man dabei, dass in den nächsten Jahren, weder in Neurath, noch in Niederaußem Stillegungen von alten Kraftwerksblöcken geplant sind, muß für die umliegenden Ortschaften mit einer zusätzlichen - erheblich höheren - Schadstoffbelastung gerechnet werden als bisher.

Erste Stillegungen alter Kraftwerksblöcke werden allenfals in Frimmersdorf und in Weißweiler zu erwarten sein. Auch die kurze Distanz auf die die Kraftwerke Niederaußem und Neurath aneinander heran wachsen (Luftlinie ca. 1,6km, fast schon wie ein Standort), wird eindeutig zu einer Schadstoffverdichtung führen.

Die Immissionsbelastung wird zwar in Gegenüberstellung der anerkannten Wirkungs- und Risikoschwellenwerte (Nr. 2.2.1.3 der TA-Luft) als geringfügig beurteilt, aber dennoch:

Bei der Verbrennung der Braunkohle verlassen gesundheitsgefährdende Schadstoffe die Schornsteine bzw. werden bei den neueren Kraftwerken über die Kühltürme mit abgeführt, diese sind:

Cadmium, Arsen, gasförmiges Quecksilber, Kobalt, Nickel, Selen, Blei, Chrom VI, Antimon, Vanadium, Thallium, Kupfer, Zinn, Zink, Beryllium, Mangan, TCDD, Dioxine/Furane als TE, Benzo(a)pyren,

Bild/Grafik für weitere Infos anklicken - Fleyer/Broschüre wird geöffnet.

Bei der Mischung der Verbrennungsabgase mit dem Dampf entsteht ein aggressives, saures Gemisch, das die Oberfläche des Kühlturms angreift und den Beton zersetzt.
Zum Schutz des Betons hat man deshalb bisher Kunststoffbeschichtungen aufgebracht,
die jedoch sehr teuer und außerdem nur begrenzt haltbar sind. Für die neue Kühlturm-
generation der BoA-Kraftwerke wird ein neuartiger, hochsäurefester Beton eingesetzt,
der den Belastungen durch Dämpfe und Säuren auch ohne Kunststoffbeschichtung standhält.

Nicht nur ängstlichen Charakteren drängen sich da Fragen auf wie:

    Wieviel dieses Säuregemischs verläßt mit der Dampfwolke den Kühlturm?
    Wieviel davon regnet auf unsere Dörfer herab?
    Ist der Mensch ähnlich säureresistent wie der Spezialbeton?


Das PRTR-Register des
Bundesumweltamtes

Hier können ab Juni 2009 die Schadstoffemissionen deutscher Industriebetriebe eingesehen werden.

Suche im Schadstoffregister zu mühsam? Hier gibt's die Auszüge im PDF-Format:

Schadstoffemissionen RWE Braunkohlekraftwerk Niederaußem 2007  (120KB)
Schadstoffemissionen RWE Braunkohlekraftwerk Neurath 2007  (115KB)
Schadstoffemissionen RWE Braunkohlekraftwerk Frimmersdorf 2007  (114KB)
Schadstoffemissionen RWE Braunkohlekraftwerk Weisweiler 2007  (114KB)

Die Zahlen sind beeindruckend - und erschreckend. Feinstaub, hochgiftige Verbindungen und Bestandteile, Quecksilber und Arsen, etc. in großen Mengen. Dabei sind längst nicht alle Schadstoffe angegeben. Im Register sind nur diejenigen Schadstoffmengen enthalten, die über einem festgelegten Emissionsschwellenwert liegen. Leider stehen die Daten derzeit nur für 2007 zur Verfügung.


Obwohl die Abgase überwiegend mit modernen Abscheidern vom Staub gereinigt werden, bedingen die extrem hohen Durchsätze in den hiesigen Kraftwerken (RWE-Power verstromt hier immerhin ca. 90 Mio.t. Braunkohle im Jahr), immer noch einen Staubauswurf in erheblichen Mengen. Dabei handelt es sich nahezu ausschließlich um Staub der Fraktion PM10, also Feinstaub-Partikel mit hohem Reizpotential für das Atemwegsgewebe die bis in die Lunge vordringen. Dazu kommen noch beträchtliche Staubemissionen aus den Kohlebunkern sowie dem Transport und dem Umschlagen von Kohle und Asche.

Zur Verhinderung der Schadstoff-
konzentration am Standort,
versucht man die Verbrennungs-
abgase mittels immens hoher
Schornsteine bzw. Kühltürme
(bis zu 200m) möglichst weit-
flächig über die Region zu
verteilen. Das gelingt allerdings
bei "ungünstigen" Wetterverhält-
nissen (Inversionswetterlagen)
nur unzureichend.

Die einzuhaltenden Schadstoff-
Obergrenzen werden zwar durch
das BImSchG
(Bundes-Imissionsschutz-Gesetz)
festgeschrieben, dass Gesetz
läßt aber durchaus auch Überschreitungen in Form von Ausnahmeregelungen zu.

Nachstehend eine Graphik des Institut für Energiewirtschaft und rationelle Energieanwendung (IER) der Universität Stuttgart. Dargestellt ist das Sterblichkeitsrisiko, angegeben als Zahl der verlorenen Lebensjahre je TWh, für verschiedene Stromerzeugungsarten. Aus dem Diagramm wird deutlich, dass die Gesundheitsrisiken der Stromgewinnung aus Braunkohle, wesentlich höher sind als von RWE-Power zugegeben wird.


Diagramm zum Vergößern anklicken

Zu den Gesundheitsrisiken der Braunkohleverstromung finden Sie hier zwei aufschlußreiche Publikationen in Form von pdf-Dateien. Es sind ausschließlich Veröffentlichungen anerkannter und unabhängiger Institute.

SRU Umweltgutachten 2004 (Dateigrösse 657KB)

Strahlenschutzkommission 2004 (Dateigrösse 70KB)

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