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Mit jedem weiteren Braunkohlekraftwerk steigt die Luftverschmutzung, mit jedem zusätzlichen BoA-Block steigt das
Gesundheitsrisiko. Bereits durch die bestehenden Kohlekraftwerke ist unser Lebensraum, sind Boden, Luft und Wasser
mit Schadstoffen in hohem Maße belastet.
Das PRTR-Register des Bundesumweltamtes
Hier können ab Juni 2009 die Schadstoffemissionen deutscher Industriebetriebe eingesehen werden.
Suche im Schadstoffregister zu mühsam? Hier gibt's die Auszüge im PDF-Format:
Schadstoffemissionen RWE Braunkohlekraftwerk Niederaußem 2007 (120KB)
Schadstoffemissionen RWE Braunkohlekraftwerk Neurath 2007 (115KB)
Schadstoffemissionen RWE Braunkohlekraftwerk Frimmersdorf 2007 (114KB)
Schadstoffemissionen RWE Braunkohlekraftwerk Weisweiler 2007 (114KB)
Die Zahlen sind beeindruckend - und erschreckend. Feinstaub, hochgiftige Verbindungen und Bestandteile, Quecksilber
und Arsen, etc. in großen Mengen. Dabei sind längst nicht alle Schadstoffe angegeben. Im Register sind nur diejenigen
Schadstoffmengen enthalten, die über einem festgelegten Emissionsschwellenwert liegen. Leider stehen die Daten derzeit
nur für 2007 zur Verfügung.
Bedingt durch die immense Bauhöhe der BoA-Kühltürme (bis zu 200m) und durch deren Thermik werden auch die
Schadstoffemissionen der Altanlagen in größere Höhen getragen. Sie verteilen sich großflächiger und erreichen so auch
Ortschaften die weiter entfernt von den Kraftwerken liegen.
Von den Schadstoffemissionen der RWE-Braunkohlekraftwerke Niederaußem, Neurath und Frimmersdorf besonders
stark betroffene Orte sind:
Nieder- und Oberaußem, Auenheim, Rheidt, Hüchelhoven, Büsdorf,
Fliesteden, Glessen, Pulheim, Stommeln, Stommelerbusch, Ingendorf,
Bedburg-Rath, Neurath, Vanikum, Sinsteden, Rommerskirchen, Gill,
Allrath, Deelen, Frimmersdorf, Gustorf, Neuenhausen.
Das wird sich noch verstärken, sobald die BoA-Blöcke 2+3 in Neurath in Betrieb sind.
Bei Inversions-Wetterlagen
verbinden sich die Dampf- und
Abgasschwaden der Kraftwerke
Niederaußem, Neurath und
Frimmersdorf zu einem mehrere
Kilometer breiten Wolkenband.
Selbst an windstillen Tagen,
an denen die Schwaden
senkrecht aufsteigen, bleibt
immer noch die Verschattung
der in Kraftwerksnähe
liegenden Dörfer zu beklagen.
Und das sind immerhin
mehrere Stunden pro Tag.
Ernteerträge sowie deren Qualität sind bei im Kraftwerksschatten liegenden Äckern nachweislich schlechter.
Für den Verschattungseinfluß auf den Menschen gilt:
Zwischen dem Wohlbefinden der Menschen und der Einwirkzeit direkter
Sonnenstrahlung besteht ein erwiesener Zusammenhang. Daher ist zur
Erhaltung gesunder Wohn- und Arbeitsbedingungen eine Mindestdauer
an möglicher direkter Sonneneinstrahlung zu gewährleisten.
Für die vom Kraftwerk Niederaußem betroffenen Ortschaften hat Big BEN eine Erhebung durchgeführt. Die zu erwartenden Verschattungszeiten für diese Orte können
der nachstehenden Karte entnommen werden. Zum Vergrößern
klicken Sie bitte auf die Karte.

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