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Die Atomenergie

Kernkraftwerke - Segen oder Fluch?!

In den 1960er Jahren wurde zwischen Bergheim und Elsdorf eine "Gewerbefläche" für ein Atomkraftwerk ausgewiesen. Zukünftig soll dort ein Bio-Gas Kraftwerk entstehen.

Doch was wenn sich die "Rahmenbedingungen" ändern, der Ruf nach neuen AKW's jegliche Vernuft übertönt?! - Wer die Überlegung für zu gewagt hält, der möge sich fragen, ob die Profitgier deutscher Wirtschaftsunternehmen und ihrer Manager noch Grenzen kennt. Auch Politiker(inen) sind in ihren Bemühungen um "Prestigeobjekte" oft nicht zu bremsen.

Walter Hohlefelder, Präsident des Deutschen Atomforums, heizt die Debatte um die Zukunft der Atomkraft weiter an: "Wer den Klimaschutz ernst nimmt, kommt um die Kernenergie nicht herum".  "Wir brauchen ab 2020 neue Kernkraftwerke"
Interview in der "Süddeutschen Zeitung" (.pdf Dokument 115KB)

Kernkraft ein "heißes" Thema

In der "Welt am Sonntag" äußerte RWE-Chef Jürgen Großmann , dass es wegen der ehrgeizigen Klimapolitik der EU nur noch eine Frage der Zeit sei, bis in Deutschland ein Umdenken bei der Nutzung der Atomenergie einsetze. "RWE wird deshalb weiterhin auf sie setzen", sagte Großmann. "Es kann doch nicht sein, dass die ganze Welt irrt. Die Italiener, Schweizer und Briten bauen Kernkraftwerke, die Schweden haben sich von ihren Ausstiegsplänen verabschiedet."

     RWE Atomkraftwerk Biblis

Hier eine kleine Auswahl durchaus lesenswerter Veröffentlichungen:

Der verkaufte Staat - Kniefall vor der Atomlobby,    Frankfurter Rundschau
Wie die Atomwirtschaft die Regierung der Bundesrepublik Deutschland vorführt, ja erpresst, übersteigt die üblichen Vorstellungen von der Macht der Konzerne und der Ohnmacht der Politik.
Nicht verschämt und versteckt, ganz offen und in aller Brutalität diktieren die vier Stromgiganten dem Kanzleramt und den Ministern ihre Bedingungen für die Zukunft der Kernenergie.

Radioaktivität freigesetzt - Störfall wird Normalfall,    Die TAZ
Radioaktivität freigesetzt in Urananreicherungsanlage (UAA) im münsterländischen Gronau, dabei wurde ein Mitarbeiter verstrahlt.
Stillgelegter Atomversuchsreaktor des Forschungszentrums Jülich ist Bedrohung für Bevölkerung und Umwelt. Durch einen Störfall, der sich schon 1978 ereignete, aber zwanzig Jahre verschwiegen wurde, ist der Untergrund unter dem Reaktor radioaktiv verseucht.

Aus für den Atomausstieg,    Der SPIEGEL
Die Atomlobby hat sich durchgesetzt: Die Bundesregierung will nach SPIEGELInformationen vorerst alle 17 deutschen Kernkraftwerke am Netz lassen, darunter auch die Uraltmeiler Neckarwestheim und Biblis - die durch einen Trick weiterbetrieben werden dürfen.

Tschernobyl in der nordrhein-westfälischen Provinz,    SPIEGEL, n-tv
Der problematischste Reaktoren der Welt steht direkt vor der Haustür. In NRW steht eine der umstrittensten Atomanlagen weltweit: der Versuchsreaktor von Jülich. Erst jetzt beim Abriss der Forschungsruine kommt ans Licht: Der Reaktor wurde über Jahre hinweg mit zu hohen Temperaturen gefahren. Und ist möglicherweise nur knapp einer gewaltigen Katastrophe entgangen.

Atomkraft? Nicht schon wieder,  TAZ - Die Tageszeitung
Kapitulation vor hohen Strompreisen? Oder ist am Ende
etwas dran an den Argumenten der Atomkraftbefürworter?

Ausstiegs-Debatte wird immer wiederkommen,  Kölner Stadt-Anzeiger
In der Energiewirtschaft haben die Betreiber ein sehr großes
Interesse an Atomkraftwerken und versuchen Druck auszuüben.

Minimale Ersparnis durch längere AKW-Laufzeiten,  Die ZEIT
Verlängerung des Betriebs der deutschen Atommeiler würde Stromkosten
eines Durchschnittshaushalts nur um 12 Cent pro Monat senken.

Glühlampe statt Kernkraftwerk,  Süddeutsche Zeitung
Längere Laufzeiten bringen weniger Ersparnis als der Austausch
einer 60-Watt-Glühbirne durch eine Energiesparlampe.

Kessel wird stillgelegt,  Kölner Stadt-Anzeiger
Störfälle in Atomanlagen Juli 2008: In Frankreich entweichen 224 Kilogramm
Uran aus Aufbereitungsanlage, in Schweden brennt Reaktordach.

Notstand beim Atommüll - Die Lüge von der Endlagerung,  ZDF - Frontal21
Asse II, Deutschlands Vorzeigeendlager säuft ab.
Betreiber wusste davon seit Jahren, Öffentlichkeit erfährt davon erst jetzt.

Trotz Ausstieg genug Strom,  TAZ - Die Tageszeitung
Stromversorgung in Deutschland durch den Atomausstieg
nicht gefährdet - Sechs AKW waren 2007 überflüssig.

Streit um Atomkraft - Längere Laufzeiten möglich,  Neuss-Grevenbroicher Zeitung
Verlängerung der Laufzeiten würde alleine RWE und Eon 20 Milliarden Euro zusätzliche
Gewinne bringen, nicht für die Bürgerinnen und Bürger, sondern für die beiden Betreiber.

Nebenkosten exklusive,  ZDF Frontal21
Atomstrom sei billig, behaupten die Befürworter von Atomstrom - und lassen dabei milliardenschwere Nebenkosten unberücksichtigt.

Zu viel Strom für Deutschland,  TAZ - www.taz.de
Deutschland wird im Jahr 2008 voraussichtlich mehr Strom exportieren als je zuvor in seiner Geschichte. Im ersten Halbjahr lag der Exportüberschuss bei 14,4 Milliarden Kilowattstunden und damit gut 30 Prozent höher als im Vorjahr.

Atommüll - 12.500 Tonnen, eine Million Jahre,  Tagesspiegel - www.tagesspiegel.de
Die Geschichte der deutschen Atommüllpolitik liest sich als eine lange Liste gebrochener Versprechen. Eine Million Jahre. Jede Planung, die den Anspruch erhebt, für einen solchen Zeitraum zu gelten, ist Phantasterei.

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