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Wir stehen zur
Braunkohle und unterstützen
das Kraftwerkserneuerungs- programm.
Wir wehren uns jedoch gegen eine Zentralisierung von neuen Kraftwerksanlagen
(BoA-Blöcken) an nur 2 Standorten und die damit verbundene
massive Zunahme der Belastungen für die umliegenden Orte.
Insbesondere in der Umgebung von Niederaußem werden durch den Fortbestand
des Altkraftwerks (lt. RWE- Power noch bis zu 20 Jahre) die Belastungen um ein Vielfaches
erhöht.
Unsere Ziele/Forderungen sind somit:
- Die Verhinderung der BoA-Kraftwerkserweiterung auf neuen Flächen.
Nach Rückbau der alten Kraftwerksblöcke steht ausreichend Fläche für
Neuanlagen zur Verfügung - "Neu für Alt".
- Die Verhinderung einer Zentralisierung von 10 BoA-Blöcken auf nur 2 Standorte.
Die Blöcke sind unbedingt auf die Kraftwerksstandorte: Niederaußem, Neurath,
Frimmersdorf und auch Weisweiler zu verteilen. An all diesen Standorten ist sowohl
ausreichend Platz, als auch die notwendige Infrastruktur vorhanden
- Die Einbeziehung von alternativen Standorten.
Alternativstandorte, die weit ab von jeglicher Wohnbebauung und dazu auch noch
wesentlich näher an der Kohle liegen, stehen wie Big BEN bereits aufgezeigt hat,
in ausreichender Anzahl zur Verfügung.
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Die zügige Außerbetriebnahme der Altanlagen und deren konsequenter Rückbau.
Obwohl der 1000MW Braunkohleblock BoA 1 in Niederaußem schon seit 2003
Strom produziert, sind bisher keine entsprechenden Außerbetriebnahmen (Rückbau) von Altanlagen erfolgt.
Stattdessen verstromt RWE immer mehr Braunkohle.
Wir möchten, daß unsere Kinder in einem gesunden Umfeld aufwachsen
und nicht im Schatten von Kühlturmschwaden und belastet durch Verbrennungsabgase.
Die Belastungsgrenze für unsere Dörfer ist erreicht, wir können und wollen
nicht mehr (er)tragen.
Die Menschen hier haben bereits über 40 Jahre ihren Beitrag
zur Energieversorgung (Braunkohleverstromung) der BRD beigetragen und
müssen wegen des Fortbestands des Altkraftwerks und des BoA-Blocks noch
weitere 20 bzw. 50 Jahre leiden - das muß reichen.
Das Kraftwerkserneuerungsprogramm soll erst im Jahre 2030 abgeschlossen sein.
RWE-Power wird weiterhin rd. 100 Mio t Braunkohle pro Jahr verbrennen.
Die vorhandenen Kohlereserven betragen z.Zt. 4,1 Mrd t, d.h. diese sind 2045 erschöpft.
Laut RWE-Power ist die Lebensdauer eines Kraftwerkes rd. 50 Jahre!
Was will RWE-Power in den Kraftwerken nach 2045 bis 2080 (Lebensdauer
Kraftwerke) verbrennen?
Die Antwort war in der RWE Energy-Mitarbeiterzeitung Feb. 2004 zu lesen:
"Ersatzbrennstoffe sparen Kohle und bringen Geld!"
Diese sind: Klär- und Papierschlamm, Altholz, Restmüll, etc.
Durch die Arbeit von Big BEN wurden
zu keiner Zeit - und werden auch in Zukunft nicht - Arbeitsplätze gefährdet.
Den massiven Arbeitsplatzabbau
bei RWE (Rheinbraun) hat der Energiekonzern
(fast zeitgleich) mit der Auflegung des Kraftwerks-Erneuerungsprogramms und lange vor der Gründung
von Big BEN beschlossen und begonnen (erste Massnahmen bereits 1992).
Das RWE seine Mitarbeiter mit 51 Jahren in den Vorruhestand schickte war nicht zuletzt auch Folge
der Zusammenführung der Unternehmungen RWE und Rheinbraun, sowie der Fusion mit der VEW-AG.
Im Rahmen eines rigorosen Kostensenkungsprogramms und durch den konsequenten Einsatz modernster
Automatisierungstechnik wurden bis Ende 2003 rd. 12.000 Mitarbeiter abgebaut.
Da Big BEN sich ausdrücklich für eine dezentrale Anordnung, d.h. die Verteilung neuer Kraftwerksblöcke
auf die vorhandenen Kraftwerksstandorte (Niederaussem, Neurath, Frimmersdorf und Weisweiler) einsetzt,
tragen wir wesentlich zum Erhalt der Arbeitsplätze in diesen Orten bei.
Ein positiver Aspekt, der sich unter Einbeziehung von weiteren Alternativstandorten sogar
noch verstärken ließe.
Anzeige in der Sonntags Post vom 26.Mai 2007
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