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Bürgerinitiative gegen BoA- Erweiterung
Niederaußem e.V.
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Hier sind nur die wichtigsten Ecktermine aufgeführt.
Wenn Sie eine komplette Übersicht aller Termine und Aktivitäten wünschen dann lesen Sie bitte unsere Tätigkeitsberichte im Downloadbereich bzw. im Archiv.
März 2010
16.03.2010

Bundesverwaltungsgericht bestätigt Urteil des OVG Münster:
Bebauungsplan für Kohlekraftwerk Datteln ist ungültig.


Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte im September 2009 den Bebauungsplan zum Dattelner Kraftwerk gekippt. Im Rechtsstreit um den Bau des Steinkohlekraftwerks haben die Stadt Datteln und E.ON nun eine weitere juristische Niederlage hinnehmen müssen.

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wies Beschwerden gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Münster vom 3. September 2009 zurück. Mit der Entscheidung des obersten Gerichts ist das OVG-Urteil jetzt rechtskräftig. Die Bauarbeiten müssen nun gestoppt werden.

Pressemitteilung Bundesverwaltungsgericht 16.03.2010, (PDF-Datei 20KB)
Bundesverwaltungsgericht bestätigt Kraftwerks-Urteil, (PDF-Datei 212KB)
NRW Oberverwaltungsgericht kippt Bebauungsplan
18 Kraftwerks-Standorte anfechtbar
11.03.2010
Um 19:30Uhr alljährliche Jahreshauptversammlung von Big BEN.

Der Veranstaltungsort:
Pfarrsaal des Bergheimer Ortsteils Hüchelhoven,
Nikolaus-Adams-Str.29,

Die Versammlung ist wie immer öffentlich, alle interessierten Einwohnerinnen und Einwohner der Kraftwerks-Anrainerorte sind herzlich willkommen.

Einladung JHV 11.03.2010,    (PDF-Datei 88KB)
Einladung und Tagesordnung zur Jahreshauptversammlung 2010
Protokoll JHV 11.03.2010,     (PDF-Datei 111KB)
Protokoll der Jahreshauptversammlung 2010
Januar 2010
26.01.2010
2. Sitzung des RWE Nachbarschaftsforums Niederaußem.

Auf Einladung der IFOK GmbH (ein von RWE Power beauftragtes Unternehmen für Organisationskommunikation) diskutieren Vertreter von RWE Power mit Teilnehmern aus Politik, Verwaltung, Bürgerinitiativen, Umweltverbänden, Vereinen, Kirche und Wirtschaft, über den Stand der Braunkohle-Kraftwerkstechnik und die Auswirkungen auf den Klimaschutz.

Wer etwas über die Erweiterungspläne der RWE Power am Standort Niederaußem erfahren will, sieht sich enttäuscht. Obwohl der "Ausblick zu den unternehmenspolitischen Planungen" ausdrücklich als Arbeitsauftrag für diese Sitzung vereinbart war.

Dokumentation zum Forum:
Big BEN Betrachtungen zum 26.01.2010,           (PDF-Datei 158KB)
IFOK GmbH Pressemitteilung zum 26.01.2010,   (PDF-Datei 7,6KB)
24.01.2010
Ministerpräsident Jürgen Rüttgers für noch mehr Kohlekraftwerke in Niederaußem

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) ist zu Besuch bei der Rundschau. Dort steht er mal nicht den Journalisten Rede und Antwort, sondern Lesern, die nach einem Aufruf ihre Fragen eingereicht haben.

Walter Winkelius aus Bergheim will wissen: "Ist eine Erweiterung des Braunkohlekraftwerks Bergheim-Niederaußem geplant?" Und: "Wird das Land eingreifen?"

Rüttgers als "Nachbar" meint dazu, er "schaue jeden Morgen" auf das Kraftwerk. Entschieden werde aber im Regionalrat beim Regierungs-
präsidenten, "da können wir keine Anweisungen geben". Geredet werde dort über Standortalternativen und auch über kleinere Kühltürme.
"Der Kühlturm ist 200 Meter hoch - 44 Meter höher als der Kölner Dom."

Der Regionalrat habe Bedenken der Anwohner aufgenommen, das Unternehmen werde bis Ende 2010 neue Unterlagen vorlegen. Rüttgers: "Es ist richtig, alles zu prüfen, aber: Irgendwo muss die Energie herkommen". Die neuen Kraftwerke seien "viel effizienter". Er glaube, man sollte sie bauen.
Dezember 2009
15.12.2009
NRW will Klimaschutz aus Landesentwicklungsgesetz streichen !

Die Landesvorsitzenden Jürgen Rüttgers (CDU) und Andreas Pinkwart (FDP) auf klimapolitischen Amoklauf ?!

Sie wollen den §26 zur Energiewirtschaft ersatzlos aus dem Gesetz entfernen. Die Gesetzesänderung verfolgt erkennbar das Ziel, das umstrittene Kohlekraftwerk in Datteln nachträglich zu legitemieren.

Darüber hinaus will man den Weg für 10 weitere Kohlekraftwerksbauten
frei machen. Dafür sollen derzeit geltende Klimaschutzstandards geopfert
werden. Damit stehen klimapolitisch bedeutsame Ziele wie Energieein-
sparung, der Ausbau erneuerbarer Energien und Kraft-Wärme-Kopplung
auf dem Spiel.

Bundesweiter Protest gegen die geplante Demontage des Klimaschutzes in NRW

In einem offenen Brief an die nordrhein-westfälischen Landesvorsitzenden hat das breite Bündnis "Die Klima-Allianz" dazu aufgerufen, die Vorgaben zum Klimaschutz aus dem Gesetz zur Landesentwicklung (LEPro) nicht zu streichen.

Die Mitgliedsorganisationen der Klima-Allianz vertreten etwa 10 Millionen Menschen in Deutschland. In nur wenigen Tagen hatten sich bereits über 57.000 Menschen an einer Online-Protestaktion der beiden Klima-Allianz Mitgliedsorganisationen BUND und Campact beteiligt.

Weitere Informationen:
NRW auf klimapolitischen Amoklauf für Kohlestrom,    (PDF-Datei 97KB)
Brief der Klima-Allianz an die NRW-Landesregierung,   (PDF-Datei 623KB)

Werden Sie selbst aktiv - unterzeichnen Sie den Appel an den:
NRW-Ministerpräsidenten (Aufruf BUND)
NRW-Ministerpräsidenten (Aufruf Compakt)
12.12.2009 Landrat auf PR-Tour für RWE-Braunkohlekraftwerke

Werner Stump, Landrat des Rhein-Erft-Kreises, will die Erweiterung des Kraftwerksstandortes Niederaußem durchzusetzen! Die Bürgerinitiative gegen BoA-Erweiterung Niederaußem e.V. - Big BEN erinnert Herrn Stump in einem offenen Brief an seine wirklichen Aufgaben:
  • Den Schutz der Bevölkerung vor der ausufernden Expansion
        der RWE-Braunkohlekraftwerke.
  • Dem Kraftwerksbetreiber RWE die Einhaltung seiner Verpflichtungen
        aus dem Kraftwerkserneuerungsprogramm abzuverlangen.
  • Sich für eine deutliche Minderung der CO2-Emissionen einzusetzen,
        anstatt das Klimagas nach Norddeutschland zu verpumpen.
        Denn dort will es niemand haben.


  • Offener Brief an Landrat Werner Stump,  (PDF-Datei 116KB)
    Antwort des Landrats Werner Stump,  (PDF-Datei 105KB)
    November 2009
    02.11.2009
    Auf Einladung der IFOK GmbH (ein Unternehmen für Organisations-
    kommunikation) nimmt Big BEN im Medio Bergheim an einem sog.
    "Nachbarschaftsforum zum Kraftwerk Niederaußem" teil.

    Im Auftrag von RWE Power hat die IFOK GmbH Vertreter aus Politik, Verwaltung, Bürgerinitiativen, Umweltverbänden, Vereinen, Kirchen und Wirtschaft eingeladen um über Aktivitäten der RWE Power am Standort Niederaußem zu diskutieren.

    RWE möchte dieses Forum dazu benutzen, bei den unterschiedlichsten Interessenvertretern Akzeptanz für weitere Kraftwerke am Standort Niederaußem zu schaffen.

    Dokumentation zum Forum:
    Big BEN Einschätzung/Notiz zum 02.11.2009,    (PDF-Datei 145KB)
    IFOK GmbH Pressemitteilung zum 02.11.2009,   (PDF-Datei 7,5KB)
    Oktober 2009
    08.10.2009
    Von elf Kraftwerken, die seit 1995 genehmigt worden sind, steht keines auf einem im Landesentwicklungsplan (LEP) ausgewiesenen Kraftwerksstandort.

    Elf Kraftwerke die bereits Strom erzeugen (darunter das Braunkohle-
    Kraftwerk Niederaußem), und weitere sieben die entweder im Bau sind oder sich noch in der Planung befinden, sind demnach von Klagen bedroht.

    Nach dem drohenden Aus für das Kohle-Großkraftwerk in Datteln muss die NRW Landesregierung fürchten, dass weitere Kraftwerks-Standorte vor Gericht gekippt werden. Auch das im Bau befindliche Kraftwerk Neurath wird auf einem Standort errichtet, der nicht im LEP verzeichnet ist.

    Die NRW Landesregierung arbeitet zur Zeit fieberhaft daran, die rechtlichen Voraussetzungen nach dem LEP für alle Kraftwerke zu schaffen. Sie will eine Art "Notstandsgesetz" zum Landesentwicklungsplan durchbringen, um damit weitere Klagen zu vermeiden. Beschönigend spricht sie von "rechtlichen Mängeln, die man heilen muss".

    Damit wird die Gesetzeslage den Wünschen der Stromversorger angepasst und deren Kraftwerke werden nachträglich legitimiert.

    18 Kraftwerks-Standorte anfechtbar,    (PDF-Datei 162KB)
    September 2009
    03.09.2009
    NRW Oberverwaltungsgericht kippt Bebauungsplan für E.on Kohlekraftwerk. Abfuhr für Kraftwerkslobby - Investitionsruine:
    " 1,2 Milliarden Euro in den Sand gesetzt ?! "


    Der Energiekonzern E.on erleidet herben Rückschlag beim Bau eines
    1100-Megawatt-Kohlekraftwerks in Nordrhein-Westfalen. Die Planung hatte zwei Jahre gedauert und alle hatten grünes Licht gegeben: Die Stadt, der Kreis, die Bezirksregierung und das NRW-Wirtschaftsministerium.

    Das zuständige Oberverwaltungsgericht erklärt heute den entsprechenden Bebauungsplan der Stadt Datteln für das Kraftwerk nachträglich für unwirksam. Die Richter haben so ziemlich alles bemängelt, was an der Planung für ein Vorhaben dieser Art wichtig ist.

    Alle vom nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgericht bemängelten Punkte können im vollen Umfang auf die RWE Kraftwerksstandorte in Niederaußem und Neurath übertragen werden.

    Eine Klage gegen das zur Zeit im Bau befindliche RWE Braunkohle-
    kraftwerk in Neurath (2200 Megawatt) hätte, unter Berufung auf das heutige Urteil, beste Aussichten auf Erfolg.


    Allzu eifrige RWE Lobbyisten in Stadträten, Verwaltung und Genehmigungsbehörden werden wohl jetzt ihren übertriebenen Aktionismus bereuen - spätestens jedoch bei den zu erwartenden Schadenersatzklagen.

    Investitionsruine Kohlekraftwerk,    (PDF-Datei 140KB)
    Aus für E.on-Kraftwerk in Datteln,  (PDF-Datei 500KB)
    Juli 2009
    31.07.2009
    Big BEN reicht seine Vorbehalte, hinsichtlich des RWE-Vorgehens bei der Umsetzung des Kraftwerkserneuerungsprogramms, in Form einer Petition beim nordrhein-westfälischen Landtag ein.

    Big BEN fordert darin den NRW-Landtag auf, durch wirksame und konkrete Maßnahmen dafür einzutreten dass:
  • Die zwischen RWE Power (ehemals RWE / Rheinbraun) und der
        NRW Landesregierung getroffenen Vereinbarungen zum s.g.
        Kraftwerkserneuerungsprogramm detailliert auf Einhaltung geprüft
        werden.
  • Umgehend eine Institution / Kontrollinstanz zur Überwachung des
        Kraftwerkserneuerungsprogramms geschaffen wird - und zwar für die
        gesamte Laufzeit, d.h. bis zum Abschluß der Umsetzung durch RWE.
  • Die Genehmigung für den Braunkohlentagebau Garzweiler II - und
        somit die Braunkohleförderung aus diesem Tagebau - bis zur Klärung
        ausgesetzt wird.
  • Bis zur Erfüllung aller Verpflichtungen seitens RWE keine weiteren
        Braunkohlekraftwerke im Rheinischen Braunkohlenrevier mehr zu
        genehmigen sind.


  • Offensichtlich haben die in den Entscheidungsprozeß eingebundenen und letztlich auch Verantwortlichen in Politik und Verwaltung versäumt, die Einhaltung der Verpflichtungen aus dem Kraftwerkserneuerungsprogramm zu überwachen und einzufordern. Oder schlimmer noch: "Es hat weder in der Verwaltung noch innerhalb der Landespolitik jemals ein entsprechendes Kontrollorgan gegeben."

    Petition an den NRW Landtag,   (PDF-Datei 311KB)
    27.07.2009
    Das "hochmoderne" RWE-Kraftwerk Niederaußem schafft es erneut auf Platz 2 in der neusten europäischen Negativ-Liste der Klimakiller. Und das obwohl der gigantische BoA-Block in 2008 wegen Revisionsarbeiten annähernd 3 Monate außer Betrieb gewesen ist.

    Es ist beschämend wenn sich die Kraftwerkstechnik eines so hoch entwickelten Landes gleich hinter der Polens wieder findet.

    Dreckschleuder-Ranking: Nur Polen ist schlimmer,  (PDF-Datei 122KB)
    Juni 2009
    24.06.2009
    Big BEN Vorstandsmitglieder nehmen im Bürgerhaus in Hürth an einem Vortrag teil zum Thema:
    Prima Klima - Das geplante "CO2-arme" Braunkohlekraftwerk in Hürth und die CO2-Pipeline nach Schleswig-Holstein

    Die Bezeichnung "CO2-frei" hat das Landgericht Berlin bereits verboten.

    Im Verlauf der Vorträge wurde sehr schnell klar, eine wirklich "CO2-arme" Technologie gibt es nicht. Tatsächlich wird das CCS-Kraftwerk, das RWE in Knapsack bauen will, sogar mehr CO2 pro erzeugter Kilowattstunde Strom produzieren, da der Wirkungsgrad durch die Abscheidung des CO2 unter 35% fällt!

    Der Unterschied zur bisherigen Technologie ist, dass ein großer Teil des anfallenden CO2 nicht direkt in die Luft geht, sondern abgespalten und als Erblast für zukünftige Generationen unterirdisch gelagert werden soll. Ob das CO2 wirklich in den unterirdischen Speichern bleibt, ist wissenschaftlich nach wie vor nicht nachgewiesen. Die Pipeline für das abgespaltene CO2 ist keine (wie von RWE behauptet) "Klimaschutz-Leitung", sondern eine "Abfall-Leitung".

    Weitestgehend ungeklärt sind Haftung und Kontrollorgane (Behörden) für die CO2-Endlagerung. Bisher ist nur eine geringe Betreiberhaftung vorgesehen, bei Folgeschäden soll die öffentliche Hand unbegrenzt haften.
    Dennoch will die Bundesregierung mit Hochdruck einen Gesetzesentwurf für die umstrittene unterirdische Speicherung von CO2 verabschieden.

    Ausführliche Infos zum Thema: CO2 freies/armes Kraftwerk
    April 2009
       
    Big BEN richtet sich mit einer schriftliche Eingabe an Politikerinnen und Politiker aller Fraktionen in Kommunal-, Landes- und Bundespolitik.

    In diesem Brief ruft Big BEN das Gutachten der Kanzlei Lenz und Johlen in Erinnerung und bittet um eine "politische Stellungnahme" zu den darin aufgeführten Abweichungen vom Kraftwerkserneuerungsprogramm, sowie der Absicht von RWE Power das Kraftwerk Niederaußem abermals um 2 Blöcke zu erweitern.

    Brief an Politiker - im April 2009,  (PDF-Datei 154KB)

    Die Presse berichtet Ende des Folgemonats dazu:
    Kraftwerks-Erweiterung, Politik soll Stellung beziehen,  (PDF-Datei 104KB)
    März 2009
    31.03.2009
    Um 19:30Uhr alljährliche Jahreshauptversammlung von Big BEN.

    Der Veranstaltungsort:
    Pfarrsaal des Bergheimer Ortsteils Hüchelhoven,
    Nikolaus-Adams-Str.29,

    Die Versammlung ist wie immer öffentlich, somit sind nicht nur Mitglieder von Big BEN eingeladen, sondern jeder der sich vom massiven Ausbau der Kraftwerke betroffen fühlt.

    Einladung JHV 31.03.2009,  (PDF-Datei 90KB)
    Einladung und Tagesordnung zur Jahreshauptversammlung 2009

    Protokoll JHV 31.03.2009,  (PDF-Datei 117KB)
    Protokoll der Jahreshauptversammlung 2009
    12.03.2009 Big BEN Mitglieder besuchen eine Informationsveranstaltung in Stommeln, mit dem Titel: "Stommeln und die Braunkohle - Heute und in Zukunft"

    Versammlungsort ist der Martinussaal, die Themen sind:
  • Braunkohle als zuverlässiger Energielieferer, was folgt nach den
        Braunkohlekraftwerken BoA 2 und 3 (jetzt Baustellen in Neurath)
  • Klimaschutz, Schadstoffe und Verschattung
  • Kohlendioxidabscheidung (CCS)
  • Strecke des Gases durch Pipelines zum Endlager in Norddeutschland


  • RWE ist vertreten durch Hr. Theo Tippkötter (Leiter Braunkohlekraftwerke) und Hr. Dr. Hans-Peter Schiffer (Planungsleiter Braunkohlekraftwerke).
    Desweiteren sind auf dem Podium Hr. Dr. Axel Nawrath (Chemiker) sowie Hr. Dieter Koenemann als Moderator.

    Hr. Theo Tippkötter zeigt in seinem Vortrag die Perspektiven der Braunkohleverstromung auf. Aus seiner Sicht braucht Deutschland, über die aktuelle Planung hinaus, weitere Braunkohlekraftwerke. Für die Zuhörer unverständlich führt er dafür u.a. auch den Energiehunger in China und Indien an.

    Tippkötter relativiert erst kürzlich erschienene Presseartikel die vom Rückzug aus der Braunkohleverstromung berichteten. Seine Aussage an diesem Abend:

    "Nach BoA 2+3 ist noch lange nicht Schluß, weitere 7 Blöcke müssen/werden folgen. Die nächste Generation Braunkohlekraft-
    werke ist für 2014/2015 am Standort Niederaußem geplant."


    Als Brennstoff soll vorgetrocknete Braunkohle eingesetzt werden, daher werden sie als s.g. TBK, d.h. Trocken-Braunkohle-Kraftwerke, bezeichnet. Die Voraussetzungen dafür wurden mit der in 2008 in Niederaußem in Betrieb gegangenen Wirbelschicht-Trocknungsanlage geschaffen.

    Hr. Dr. Axel Nawrath (Chemiker) geht in seinem Vortrag ausführlich auf die wirtschaftlichen, technischen und gesundheitlichen Risiken des Umgangs mit CO2 um.

    Die zusätzlich erforderlichen Prozessschritte für die CO2-Abscheidung verursachen einen hohen Wirkungsgradverlust des Kraftwerks und höhere Stromgestehungskosten. Und durch den auf den Stand alter Kraftwerke zurückfallenden Wirkungsgrad müßte noch mehr Kohle verfeuert werden.

    Eine CO2-Pipeline quer durch Deutschland bis nach Schleswig-Holstein findet in der Bevölkerung keine Akzeptanz. Auch die Frage der sicheren Endlagerung ist bisher ungelöst. RWE jedenfalls will nur 20 Jahre die Verantwortung für die Endlager übernehmen, danach trägt die Allgemeinheit das Risiko.

    Mögliche Verfahren zur CO2-Abscheidung werden derzeit in Niederaußem erprobt. Für die dazu erforderlichen Pilotanlagen hat RWE staatliche Fördergelder in Millionenhöhe erhalten.

    Die der Öffentlichkeit in Aussicht gestellte, zukünftig mögliche CO2-Abscheidung ist Marketing-Strategie für mehr Akzeptanz und dient zur Erreichung vorzeitiger Genehmigungen weiterer Braunkohlekraftwerke.

    Letztlich sollen mit Hilfe der billigen Braunkohle - das gibt Hr. Dr. Schiffer (RWE) unumwunden zu - andere Stromerzeuger vom europäischen Markt verdrängt werden.
    VORWEG auf dem IRRWEG
    Februar 2009
    26.02.2009 Vorstandsmitglieder von Big BEN folgen der Einladung einer Bürgerinitiative in Grevenbroich/Neukirchen und nehmen dort an einer Versammlung teil. Hier präsentieren Mitarbeiter des Planungsstabes der RWE-Netztechnik den Bau einer neuen 380KV-Hochspannungstrasse zwischen Gohr und Osterath.

    Gemäß den Erklärungen der Herren von RWE-Netztechnik wurden folgende Feststellungen gemacht:
  • Die Verbindung Gohr-Osterath ist Teilstück einer neuen
        380KV-Freileitungstrasse von Nord- nach Süddeutschland.
  • In den Trassenverlauf wird das RWE Umspann- und Schaltwerk
        Rommerskirchen am Ortsrand von Rheidt mit eingebunden.


  • Zweck dieser Maßnahme ist laut RWE-Netztechnik:
    "Die Verstärkung und Anpassung des Netzes für den zukünftig zu erwar-
    tenden Stromfluss von Windstrom aus Norddeutschland in süddeutsche Regionen".

    Der Baubeginn ist geplant für 2011. Die Bezirksregierung Düsseldorf hat in 2008 im Rahmen einer vereinfachten raumordnerischen Verträglichkeits-
    prüfung bereits eine positive raumordnerische Stellungnahme abgegeben.

    Anmerkung von Big BEN:
    Die Verstärkung des Netzes und die Einbindung des RWE Umspann- und Schaltwerkes vor den Toren der immer weiter expandierenden Braunkohle-
    kraftwerke drängt zu der Schlussfolgerung, dass nicht der Transport von Windstrom von Nord- nach Süddeutschland im Fordergrund steht, sondern der Abtransport und die Verteilung von Braunkohlestrom.

    380KV Hochspannungstrasse,  (PDF-Datei 1,9MB)
    Erläuterungen der RWE-Netztechnik zum geplanten Neubau.
    Januar 2009
    21.01.2009 RWE plant wegen CO2 keine neuen Kohlekraftwerke in Westeuropa

    Nachdem die Kohleverstromer für die Verschmutzung der Atmosphäre mit dem Klimagas CO2 nun endlich bezahlen müssen (bisher waren die Verschmutzungsrechte kostenlos zugeteilt worden), will RWE nur dann noch neue Kohlekraftwerke planen, wenn die Kosten für die CO2-Zertifikate voll an den Stromkunden weitergegeben werden können.
    Stattdessen möchte RWE Kohlekraftwerke in Osteuropa bauen, hier könne man näher an den Zukunftsmärkten sein. - "NOKIA-Taktik"

    Keine neuen Kohlekraftwerke,  (PDF-Datei 99KB)
    Presseartikel zum "RWE-Ausstieg" aus der Braunkohleverstromung in Westeuropa.


    Doch neue Kohlekraftwerke,  (PDF-Datei 98KB)
    Presseartikel über E.ON, EnBW und Vattenfall, die trotz CO2-Auktionierung weiterhin in Deutschland Kohle verstromen.

    Die RWE-Ankündigung kann nur als Drohgebärde verstanden werden - denn:

  • Das die Bundesregierung den Stromerzeugern die CO2 Zertifikate seit 2005
         kostenlos zugeteilt hat, läßt RWE dabei gänzlich unerwähnt. Auch das schon
         diese kostenlosen Zertifikate den Stromkunden in Rechnung gestellt und auf
         die Art Milliarden Euro abkassiert wurden, wird verschwiegen.
  • Würde RWE endlich seine alten Braunkohlekraftwerke, z.B. das noch aus
         den 1950er Jahren bestehende Kraftwerk Frimmersdorf, außer Betrieb
         nehmen, könnte das Unternehmen durch den Verkauf dieser Zertifikate noch
         einmal Milliarden Euro verdienen. Oder diese Zertifikate auf neue Kraftwerke
         übertragen.
  • Letztlich will der Bund aus den Einnahmen des Zertifikatehandels sogar
         Fördergelder für neue Kohlekraftwerke zur Verfügung stellen.
  • Dezember 2008
    15.12.2008 Wen wundert es noch das Wirtschaftsbosse und Lobbyisten Politiker unter Druck setzen?! Doch eine derart penetrante Lobbyarbeit hat man in Berlin noch nie gesehen!
    Mit Dreistigkeit VORWEG gehen:

    RWE-Chef Grossmann fordert Regelung, nach der der Staat neue
    RWE-Kraftwerke zu 120 Prozent bezahlen soll.


    Rache für Lobbyarbeit,  Der SPIEGEL
    13.12.2008
    Ein Team des TV Senders PRO7 macht vor der Kulisse der Braunkohle-
    kraftwerke (Niederaußem, Neurath, Frimmersdorf) Aufnahmen für einen Beitrag zum Mittagsmagazin.

    Thema sind die immer mehr als Bedrohung empfundenen, weil immer noch größer werdenden, Kraftwerke. Auch der Verlust von Lebenqualität und Wohnwert unter Kühlturmschwaden, sowie mögliche Gesundheitsrisiken bleiben dabei nicht unerwähnt.
    Oktober 2008
    24.10.2008 Die Gewerkschaft Verdi (Fachbereich Energie) lädt zu einer bundesweiten Betriebsrätekonferenz in die Kantine des Kraftwerks Niederaußem ein.

    Harald Könen, Betriebsratsvorsitzender des Kraftwerks Niederaußem, hat zum Empfang des Bundesumweltministers Gefolgsleute aktiviert, die ihre Meinung pro Atomkraft und kontra Emissionshandel kundtun sollen.

    Doch Bundesumweltminister Sigmar Gabriel mag den Kraftwerkern nicht nach dem Mund reden, sondern übt deutlich Kritik am Verhalten der Stromkonzerne.

    So sei Atomenergie kein Bio-Strom wie von den Stromerzeugern gern behauptet wird. Und das die kostenlos zugeteilten CO2-Zertifikate den Stromkunden in Rechnung gestellt, und damit 40 Milliarden Euro kassiert wurden ohne eine Leistung dafür erbracht zu haben, nennt er Abzocke.

    Die Presseberichte dazu:
    Kernkraft oder Stromausfall?,  Kölnische Rundschau
    Sigmar Gabriel kommt,  Kölnische Rundschau
    Gemeinsames Ja zu Kohlekraftwerken,  Kölner Stadt-Anzeiger
    02.10.2008
    Die Kölnische Rundschau berichtet über den Zusammenschluß verschie- dener Bürgerinitiativen deren Arbeit sich gegen die Braunkohleverstromung richtet. Big BEN ist dort als Mitglied eines neu gegründeten Netzwerks genannt.

    Das ist falsch ! - Richtig ist :

    Big BEN hat auf Einladung der Initiative LoB (Leben ohne BoA - Stommeln), am 02.09.2008 an einem Informationsaustausch teilgenommen.
    Zur Mitarbeit an einem Netzwerk gegen die Kohle ist Big BEN aufgrund seiner anders lautenden Zielsetzung nicht bereit. Big BEN wird einem solchen Netzwerk keinerlei Unterstützung gewähren.
    August 2008
    29.08.2008 RWE gibt bekannt ein "CO2 freies" Braunkohlekraftwerk bauen zu wollen. Nach RWE Angaben soll das Kraftwerk mit 450 Megawatt Leistung in Hürth bei Köln auf dem Gelände des Goldenbergwerks errichtet und Ende 2014 fertiggestellt sein.

    Die Bezeichnung "CO2 frei" ist jedoch irreführend. Sie soll in erster Linie ein sauberes Image und mehr Akzeptanz für den Neubau von klimaschädlichen Kohlekraftwerken schaffen. Die Entstehung von CO2 (Kohlendioxid) wird nicht verhindert, das Gas wird lediglich abgetrennt und mittels einer Pipeline bis nach Schleswig-Holstein verpumpt. Dort will RWE es in "geeigneten" Bodenschichten ein- d.h. endlagern.

    Die "Endlagerfrage" ist allerdings bis heute ungelöst. Niemand kann garantieren, dass geeignete Lagerstätten entsprechender Kapazität zur Verfügung stehen und die mit einer CO2-Verpressung verbundenen, derzeit noch unkalkulierbaren Risiken beherrschbar sind.

    Auch das Land Schleswig-Holstein zeigt sich deshalb von der RWE-Ankündigung mehr als überrascht. Hier will man den "CO2 Müll" aus NRW nicht haben.

    Klar ist hingegen schon heute, dass der Wirkungsgrad eines Kraftwerks mit CO2-Abscheidung deutlich sinkt. Es müßten also noch mehr Kraftwerke gebaut und noch mehr Kohle gefördert werden.

    Nicht zuletzt haben CO2-Unfälle in der jüngsten Vergangenheit gezeigt, welches Gefahrenpotenzial in dieser Technik stecken.
    Erst am 16.08.08 war bei einem Feuer in einem Lack-Lager in Mönchengladbach Kohlendioxid von einer Löschanlage unkontrolliert ins Freie gelangt - 107 Menschen wurden verletzt. Das geruchlose Gas ist schwerer als Luft, reichert sich deshalb am Boden an, verdrängt den Sauerstoff und führt zur Erstickung.

    Für die Kraftwerks-Anlage, Pipeline und Speicher werden laut RWE insgesamt rund zwei Milliarden Euro benötigt. Das Unternehmen selbst will eine Milliarde Euro bereit stellen, der "Restbetrag" soll durch öffentliche Fördergelder und "verlässliche" Partnerunternehmen finanziert werden.

    Das Ansinnen eine CO2-Pipeline über 500km quer durch Deutschland bauen zu wollen, sorgt auch in den Dörfern rings um die RWE Braunkohle-
    kraftwerke Niederaußem, Neurath und Frimmersdorf für Verwunderung. Denn hier mochte RWE wegen des angeblich zu hohen Aufwands kein Fernwärmeleitungsnetz bauen.

    CO2 freies BKW Hürth in den Medien,  (PDF-Datei 1,0MB)
    Sammlung von Medienberichten zum RWE Vorhaben.
    DER STERN wußte es bereits im Mai 2008, lange vor der offiziellen Bekanntgabe.

    CO2 freies BKW Hürth,  (PDF-Datei 43KB)
    RWE Presseinformation zum CO2 freien Kraftwerk vom 29.08.2008.
    07.08.2008 Big BEN´s stellvertretender Vorsitzende Hans Joachim Gille und Big BEN Schriftführer Heinz Peter Wolff folgen einer Einladung ins RWE Kraftwerk Niederaußem.
    Sie lassen sich dort von Hr. Dr. Hans Peter Schiffer (Planungsleiter) und
    Hr. Theo Tippkötter (Leiter der Sparte Braunkohlekraftwerke) zum aktuellen Projektstand am Kraftwerksstandort Niederaußem informieren:

  • Pilotanlage/Demonstrationsanlage zur Kohle-Wirbelschichttrocknung
        steht kurz vor der Fertigstellung/Inbetriebnahme.
  • Gemeinsam mit den Firmen BASF und Linde beginnt RWE in Kürze mit
        dem Bau einer Versuchsanlage zur CO2-Wäsche.
        Das Bundeswirtschaftsministerium beteiligt sich mit 4 Millionen Euro.
  • RWE plant (auf Anregung des Regionalrats Köln) eine Studie zur
        Prüfung der Einsatzmöglichkeit von Hybridkühltürmen.
        Dem tatsächlichen Einsatz dieser Kühlturmtechnik räumt man aber
        nur geringe Chancen ein. Die Schwadenausbildung wird damit von
        Niederaußem auf andere Orte verschoben und die Verbrennungsabgase
        müssen über zusätzliche, extrem hohe Schornsteine abgeführt werden.
  • Braunkohlekraftwerke BoA 4+5 (2x1.100Megawatt) sind in
        Planung - geplanter Baubeginn 2012.


  • Laut Hr. Dr. Schiffer ist aus Sicht des Unternehmens, Niederaußem der einzig mögliche Standort für BoA 4+ 5. Hr. Gille hält dem entgegen, dass nach zügigem Rückbau des (Uralt)kraftwerks Frimmersdorf, ausreichend Flächen für neue Kraftwerkseinheiten zur Verfügung stehen.
    Die Voraussetzungen für den Rückbau alter Kraftwerkseinheiten von min. bis zu 950MW sind durch den Block BoA 1 schon seit Jahren gegeben.

    Das Zusagen, Versprechen und Vereinbarungen zur Abschaltung alter Kraftwerkseinheiten in der Vergangenheit nicht eingehalten wurden, begründete Hr. Tippkötter mit sich ständig ändernden Rahmenbedingungen für die Braunkohleverstromung. Desweiteren würden Außerbetriebnahmen von Altkraftwerken Strom verknappen und verteuern.

    Nach Meinung von Hr. Wolff ist die Androhung von Stromengpässen
    ungerechtfertigt. In Deutschland werde mehr Strom produziert als tatsächlich gebraucht, erhebliche Strommengen gingen in den Export.

    Dem Vorwurf die Arbeit von Big BEN richte sich generell gegen die Braunkohle wird widersprochen. Hr. Gille und Hr. Wolff weisen nachdrücklich darauf hin, dass das einzige Ziel von Big BEN die Verhinderung der Kraftwerkskonzentration auf nur 2 Standorte und die damit verbundene (inakzeptable) Ausdehnung des Kraftwerks Niederaußem ist.

    Aus Sicht von Big BEN stehen RWE für BoA-Kraftwerke ausreichend Flächen nicht nur in Frimmersdorf, auch in Weisweiler zur Verfügung.
    In den Genehmigungsverfahren wurden diese Kraftwerksstandorte von RWE ausdrücklich als BoA-Standorte benannt.

    Ausführungen von RWE zu diesem Gespräch: RWE Gesprächsnotiz
    Juli 2008
    15.07.2008 Der Big BEN Vorstand spricht vor Ort (in Rheidt) mit einer Mitarbeiterin der "Klima-Allianz" aus Berlin. Zweck des Gespräches: Erfahrungsaustausch und Strategie zum massiven Ausbau der hiesigen Braunkohlekraftwerke. Bei einer Besichtigungsfahrt hatte die Vertreterin der "Klima-Allianz" sich voRWEg vom gewaltigen Ausmaß hautnah überzeugt. Ihr Eindruck: "Erschreckend - beängstigend - unverantwortlich".

    Das Bündnis "Klima-Allianz" wurde im April 2007 von Kirchen, Umweltverbänden und Entwicklungorganisationen gegründet. Es besteht zur Zeit aus über 90 Organisationen und Unterstützern.
    Juni 2008
    21.06.2008 Mit einer eindeutigen Forderung tritt der Pulheimer SPD-Ortsverein beim Kreisparteitag an. Ab 10 Uhr trägt er im Bürgerhaus in Quadrath-Ichendorf sein Nein zum Bau weiterer Kohlekraftwerke, insbesondere BoA 4/5 in Niederaußem, vor.

    Pulheimer SPD hat die Zeichen der Zeit erkannt - Braunkohle ist kein Arbeitsplatzgarant:
    SPD Nein zum Bau von Kraftwerken,  Kölner Stadt-Anzeiger
    17.06.2008 Mit klaren Ziel tritt die "Freie Wählerinitiative", kurz FWI, in Pulheim an.
    Die Wählerinitiative möchte die Bürger Pulheims für das hochbrisante Thema: "Baupläne des Energieriesen RWE in Niederaußem / Neurath" sensibilisieren.

    3000 Unterschriften gegen BoA hat die FWI in Pulheim schon gesammelt, 1500 in Sinnersdorf und - bislang - 2000 in Stommeln.

    Gegen neue BoA-Blöcke,  Kölner Stadt-Anzeiger
    Mai 2008
    28.05.2008 In gemeinsamer Sitzung tagt der Bürgerausschuss und der Ausschuss für Planung und Umwelt der Stadt Bergheim. Die Sitzung findet um 18:00 Uhr im Rathaus Bergheim - Raum 1.22 - statt.
    Einziger Tagesordnungspunkt ist die im Auftrag von Big BEN erstellte:


    Big BEN bittet alle Mitglieder und interessierten Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme an dieser Sitzung. Jeder Besucher auf der Zuschauertribüne verleiht dem Gutachten noch mehr Gewicht. Lassen Sie die Chance nicht verstreichen, dem Rat der Stadt Bergheim damit zu zeigen, dass Sie keine weiteren Kraftwerksblöcke in Niederaußem haben möchten.

    Zum Sitzungsverlauf:
    45 Min. debattieren die Damen und Herren der Ausschüsse alleine darüber, mit welchem Vortrag die Sitzung zu beginnen habe und welche Redezeit jedem Redner zugestanden werden soll. Beide Ausschüsse stimmen anschließend über eine Redezeitbegrenzung ab. Allerdings bleibt die Frage, welche Redezeit angemessen ist, ungeklärt.

    Herr Gille (Big BEN) stellt in Kurzform das von Big BEN beauftragte Gutachten vor: Abschaltung Altanlagen nicht vollzogen, Kohleeinsatz und Schadstoffausstoß erhöht, Ressourcenschonung nicht eingehalten, CO2-Emissionen erheblich gestiegen, Klimaschutzziele verfehlt, Konzentration von Kraftwerksparks, von konstanter Stromproduktion abgewichen, Kraftwärmekopplung und Fernwärmeauskopplung nicht umgesetzt, etc.

    Für RWE tragen die Herren Tippkötter und Dr. Schiffer vor: Aus Sicht des Unternehmens wurden alle Punkte des Kraftwerkserneuerungsprogramms erfüllt. Der Eindruck der Nichterfüllung basiert auf Missverständnissen bzw. auf falscher Auslegung von Gesprächen, Präsentationen, Schriftverkehr und (zahlreich vorhandenen) anderen Dokumenten.
    Aussage von Hr. Dr. Schiffer: "Man hätte bei RWE nachfragen sollen, wie das Unternehmen die Formulierungen darin verstanden haben möchte".
    "So habe RWE zwar die Zusage gegeben für BoA 1 in Niederaussem 6 Stück alte 150MW Blöcke abzuschalten, aber nie gesagt wo und wann".

    Allerdings gab es im Verlauf der Sitzung dann doch noch eine verbindliche Aussage von RWE:
    "Wir halten an der Erweiterungsfläche zwischen Rheidt und Niederaußem fest. Die nächsten BoA-Kraftwerke werden dort errichtet".

    RWE Spartenleiter Kraftwerke und Vorstandsvorsitzender Herr Johannes Lambertz hatt sich bereits Anfang Mai in einem Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger zum Gutachten geäußert:

    Wir brauchen neue Kraftwerke,  Interview mit Johannes Lambertz

    Ausschußsitzung Protokoll,  Niederschrift der öffentlichen Sitzung des Bürgerausschusses und des Ausschusses für Planung und Umwelt
    April 2008
    03.04.2008 Um 17:00 tagt der Ausschuss für Planung und Umwelt des Rates der Stadt Bergheim. Auf Antrag der SPD Fraktion stehen u.a. auch diese Themen auf der Tagesordnung:
    • Top 4: Modernisierung der 600 MW-Blöcke G und H des Kraftwerkes Niederaußem (Laufzeitverlängerung und Erhöhung der Kohlemenge um ca. 400.000t jährlich).
    • Top 5: Gutachterliche Stellungnahme der Bürgerinitiative Big BEN zum Kraftwerkserneuerungsprogramm.
    Bürgermeisterin und Verwaltung sehen diesbezüglich allerdings keinen Beratungsbedarf des Ausschusses, sie haben schon vorher verkünden lassen: "Dabei handele es sich um ein Geschäft der laufenden Verwaltung, dass der Bürgermeisterin obliege." Außerdem verstecken sie sich wieder einmal hinter der alleinigen Zuständigkeit der Bezirksregierung Köln.

    Big BEN Mitglieder auf der Besuchertribühne bietet sich dann auch ein denkwürdiges Schauspiel, denn: Nach gut einer Stunde Vorgeplänkel wird Top 5 von der Tagesordnung genommen. Top 4 wird vorerst nach hinten gerückt und zum Schluß der Sitzung auf den nächsten Tag verschoben.

    Es scheint doch mehr als nur ein subjektiver Eindruck, dass Verwaltung
    und Gruppierungen im Rat der Stadt Bergheim die kritische Auseinander-
    setzung mit den RWE-Vorhaben scheuen. Beschlüsse zugunsten der wirtschaftlichen Interessen von RWE scheinen gern gesehen.

    Die Presseberichte hierzu:
    Gutachten von Big BEN wird Thema,  Kölnische Rundschau
    Sitzung bis Mitternacht?,  Kölnische Rundschau
    Gerangel um Debatte zur Kohle,  Kölner Stadt-Anzeiger
    Ist der Umbau des Kraftwerks wesentlich?,  Kölnische Rundschau
    März 2008
    14.03.2008 Der stellvertr. Vorsitzende Hans-Joachim Gille und die Geologin Ruth Hausmann, ebenfalls Big BEN-Mitglied, stellen in einem Pressegespräch ein Gutachten zum Kraftwerkserneuerungsprogramm vor.
    Big BEN hatte die renommierte Kölner Rechtsanwaltskanzlei Lenz und Johlen mit der Erstellung beauftragt. Das Gutachten hatte Big BEN bereits in der Vorwoche an die Vorsitzenden aller Fraktionen im Landtag und im Regionalrat übergeben.

    Big BEN-Pressemitteilung.pdf (PDF-Datei 135KB)
    Gutachten Lenz und Johlen/Big BEN (PDF-Datei 7,8MB)

    Die örtliche Presse schreibt dazu:
    Argumente für den Kampf mit RWE,  Kölnische Rundschau
    Für Niederaussem bleibt nur der Dreck,  Kölner Stadt-Anzeiger

    Der Big BEN Vorstand dankt allen Mitgliedern und Spendern ohne deren Engagement das Gutachten nicht finanzierbar gewesen wäre.
    08.03.2008 Die Vorstandsmitglieder H.J.Gille und H.P.Wolff besuchen im BUND- Umweltzentrum in Düsseldorf-Bilk das Seminar:
    "Kohle und Umwelt - Bürgerbeteiligung bei Kraftwerksgenehmigungsverfahren"

    Das Seminar gibt einen Überblick über den Stand der Kraftwerksplanungen in NRW, erläutert die neue Rechtslage und gibt konkrete Hinweise zur Bürgerbeteiligung in Kraftwerksgenehmigungsverfahren.

    Mit der Öffentlichkeitsbeteiligungsrichtlinie der EU (Richtlinie 2003/35/EG), umgesetzt in bundesdeutsches Recht durch das Umweltrechtsbehelfs- gesetz, hat der Gesetzgeber neue Maßstäbe für die Transparenz und Kontrolle von Verwaltungsentscheidungen sowie bei der Bürgerbeteiligung auch im Bereich von Kraftwerkplanungen gesetzt.
    06.03.2008 Im Pfarrsaal des Bergheimer Ortsteils Hüchelhoven, Nikolaus-Adams-Str.29, findet um 19:30 Uhr die Jahreshauptversammlung von Big BEN statt.

    Die Versammlung ist wie immer öffentlich, somit sind nicht nur die Mitglie- der von Big BEN eingeladen, sondern jeder der sich vom massiven Ausbau der Kraftwerke betroffen fühlt.
    Februar 2008
    10.02.2008 Das Politmagazin WESTPOL des WDR Fernsehens berichtet über die Aktivitäten von Big BEN.

    Im Sendebeitrag "RWE bricht Versprechen" spricht Herr Joachim Gille (stellvertr. Vorsitzende Big BEN) darüber, wie RWE Power Zusagen und Verpflichtungen zur Abschaltung der Altkraftwerke seit Jahren umgeht.
    Weil das Unternehmen Politik und Bürgern viel versprochen, aber bis heute nichts gehalten hat, ist für RWE keine Glaubwürdigkeit mehr vorhanden.

    RWE bricht Versprechen,  (PDF-Datei 115KB)
    Sendemanuskript WDR vom 10.02.2008
    Leben im Schatten der Braunkohlekraftwerke
    Januar 2008
    16.01.2008 Vor dem Wirtschaftsausschuß des NRW-Landtages in Düsseldorf bestätigt RWE Power-Vorstand Dr. Johannes Lambertz, dass gar nicht daran gedacht ist, wie ursprünglich zugesagt fünf Uralt-Kraftwerksblöcke in Frimmersdorf im Gegenzug für die Inbetriebnahme neuer Kraftwerksblöcke noch vor 2012 stillzulegen.

    Zwei Big BEN Vorstandsmitglieder auf der Besuchertribühne staunen nicht schlecht, als sie miterleben dürfen, wie alle Fraktionen vereint RWE Power heftig kritisieren.

    Die Grünen, FDP, SPD und CDU rügen nicht nur die Geschäftspolitik des Stromkonzerns, sie fordern RWE auch mit Nachdruck auf, frühere Zusagen einzuhalten.

    6 Uralt-Blöcke aus den 1950er Jahren im Kraftwerk Frimmersdorf müssen von RWE unverzüglich stillgelegt werden. Alle Fraktionen sind offensichtlich nicht mehr bereit, sich mit den immer neuen und konstruierten Ausreden des Energiekonzerns abspeisen zu lassen.

    Veröffentlichungen hierzu:
    Fraktionen im NRW-Wirtschaftsausschuss üben Kritik,  Rhein-Erft SPD
    Falsche Darstellungen der RWE-Pressestelle,  Rhein-Erft SPD
    NRW-Landtag verärgert - RWE plant weniger Klimaschutz,  Rheinische Post
    Dezember 2007
    20.12.2007 Big BEN muß sich gegen Vereinnahmung durch politische Szene wehren.
    In Presseberichten sind in den letzten Wochen vermehrt Stellungnahmen von CDU, Grüne und SPD in Sachen BoA-Kraftwerke Niederaußem erschienen. Darin sind mehrfach Aussagen zu unserer Bürgerinitiative gemacht worden die der Richtigstellung bedürfen.

    Big BEN setzt sich nachdrücklich und ohne faule Kompromisse
    gegen eine Ausweitung und Leistungssteigerung des Kraftwerks
    Niederaußen ein – und wird das auch zukünftig tun.

    Die Basis für unsere Tätigkeit wird im Verwaltungsrat sowie in der jährlichen Mitgliederversammlung von Big BEN getroffen. Der Vorstand entscheidet mehrheitlich. Alle Bürger dürfen Mitglied werden, auch Politiker. Politische Parteien haben keine Stimme bei Big BEN.

    Ende Dez. 2006 hat Big BEN die Bedrohung durch zwei weitere gigantische Braunkohlekraftwerke der 1.100 MW-Klasse bekannt gemacht. Die Politik vor Ort war zu der Zeit schon länger informiert. Im Dezember 2006 und Januar 2007 haben wir mit allen Fraktionen (u.a.) im Kreis und in der Stadt Bergheim gesprochen, um unsere Bedenken vorzutragen.

    Im Rat der Stadt Bergheim haben sich CDU, SPD und bma trotz mehrfacher Nachfrage Gesprächen verweigert. Auch unsere Vorderung nach einer Informationsveranstaltung für die Einwohner der betroffenen Orte wird rigoros abgelehnt.

    Wer die Bedrohung durch zwei weitere gigantische Braunkohlekraftwerke der 1.100-Megawatt-Klasse herunter spielt, handelt verantwortungslos.
    Bei der Verbrennung von zusätzlich über 36% Braunkohle (bezogen auf die Kraftwerksleistung vor BoA 1) fällt weit mehr als "nur Rauch" an.
    Die Emissionsbelastung für die umliegenden Ortschaften wird unerträglich. Daran ändert auch ein möglicher schmaler Grüngürtel nichts.

    Fr. Hülsewig (CDU) ist nicht Sprecherin von Big BEN. Sie ist kein eingetra- genes Mitglied. In den Anfängen von Big BEN hat sie sich als Ansprech- partnerin für Fliesteden angeboten und wird als solche auf der Internetseite bisher auch genannt. Ihre Worte und ihr Wirken entsprechen nicht der Zielsetzung von Big BEN.

    Hülsewig nicht mehr Ansprechpartnerin,  Kölner Stadt-Anzeiger
    Keine faulen Kompromisse,  Bergheimer Werbepost
    Distanz zu den Parteien halten,  Kölnische Rundschau
    11.12.2007 Die Aufklärungsarbeit von Big BEN führt erneut zu einem Teilerfolg.
    Unser Einsatz (mühevolle Kleinarbeit - nicht Geheimarbeit) zeigt Wirkung.

    RWE Power nimmt für 2007 davon Abstand einen neuen Antrag zur Änderung des Regionalplanes zu stellen. Die Vorlage von Plänen für die Erweiterung des Niederaußemer Kraftwerkes soll auf das Jahr 2009 verschoben werden. Dies schreibt der Vorstand von RWE Power in einem Brief am 19.11.2007 an den Regionalrat der Bezirksregierung Köln.

    Wer hat BoA ausgebremst?,  Kölnische Rundschau
    Erst alte Blöcke abreißen,  Kölner Stadt-Anzeiger
    08.12.2007 Die Klimaallianz (eine Vereinigung von mehr als 80 Organisationen) ruft zu einer Großdemonstration für den Klimaschutz auf.

    Der Arbeitskreis "Lokale Agenda 21- zukunftsfähige Stadt Pulheim", schließt sich dem Aufruf der Klimaallianz an. Er fordert alle Organisationen, Vereine und Privatpersonen, denen der Klimaschutz ein Anliegen ist, zur Teilnahme an der:
    Demonstration am 08.12.2007 vor der Baustelle
    des Kohlekraftwerks in Grevenbroich-Neurath auf.

    Einzelheiten zum Ablauf entnehmen Sie bitte dem:
    Aufruf zur Klimademo 08.12.2007 (.pdf 80KB)

    Presseartikel zum Aktionstag:
    Ausschuss ruft Pulheimer zur Demo auf,  Kölnische Rundschau
    Aktion am Neurather Kraftwerk,  Kölner Stadt-Anzeiger
    November 2007
    30.11.2007 Die CDU Bergheim führt "Geheimgespräche" mit RWE Power.

    Forderungen des Regionalrats Köln werden im Sinne von RWE Power entkräftet. Als Gegenleistung für weitere Kraftwerksblöcke in Niederaußem wird eine Waldfläche in die "Verhandlungen" eingebracht, die RWE im Rahmen der Rekultivierung ohnehin wieder aufforsten muß.

    Ganz nebenbei macht sich die Bergheimer CDU die von Big BEN, in Zusammenarbeit mit der betroffenen Bevölkerung, erstrittenen Erfolge
    zu Eigen.

    CDU: "Wir wollen einen Wald",  Kölner Stadt-Anzeiger
    08.11.2007 Big BEN führt in Verbindung mir der Lokalen Agenda Bergheim und Pulheim eine Info-Veranstaltung durch. Hierzu sind alle Bürgerinnen und Bürger der umliegenden Ortschaften eingeladen.

    Ort      : Tennishalle in BM-Niederaußem, Dormagenerstr. 11
    Beginn : 19:00 Uhr

    Weder RWE, noch die Verwaltung bzw. die Politiker der Stadt Bergheim, wollen die Bürgerschaft über die Planung weiterer Braunkohle Großkraftwerke (BoA 4/5) am Standort Niederaußem informieren.

    Gut 250 Interessierte werden über das zu erwartende Ausmaß und die Auswirkungen einer erneuten Kraftwerkserweiterung in Kenntnis gesetzt.

    Die Situation zu Zeit: Betrachtungen Oktober 2007 (.pdf 95KB)

    Die Presse schreibt dazu:
    Bei Big BEN läuten die Alarmglocken,  Kölner Stadt-Anzeiger
    Belastung wird zunehmen,  Kölner Stadt-Anzeiger, Leserbriefe
    Big BEN übt Kritik,  Kölnische Rundschau
    August 2007
    30.08.2007 Die Regionalsynode der Kirchenkreise - Aachen, Jülich, Gladbach-Neuss, Köln, Krefeld - hat Big BEN nach Jülich eingeladen um sich über die Folgen der Konzentration neuer Braunkohlekraftwerke berichten zu lassen.

    Das Energiepräsidium der Reginalsynode wir ausführlich über die Belastungssituation für die Bevölkerung im Umfeld der Kraftwerke Niederaußem, Neurath und Frimmersdorf informiert.
    Darüber hinaus werden mögliche Alternativen aufgezeigt.
    23.08.2007 Im Ratssaal der Stadt Bergheim findet eine gemeinsame Sitzung des Planungs- und des Bürgerausschusses statt zum Thema:

    "Änderung des Regionalplanes für den Kraftwerksstandort
    in Niederaußem (für BoA-Kraftwerke 4+5)"

    Die Sitzung ist öffentlich und von Big BEN in Presse und Rundfunk angekündigt.

    Verwaltung und Fraktionen stellen ihre Vorschläge für eine Stellungnahme der Stadt Bergheim im Scoping-Verfahren vor.

    Die CDU nutzt die Sitzung zur radikalen Umkehr der bisher gesteckten Ziele. Den Vorschlag der Verwaltung streicht sie bis auf wenige, nichts sagende Zeilen zusammen. Dann wünscht sie die Ergänzung um Text- passagen die einer Aufforderung zum uneingeschränkten Bau weiterer Kraftwerke in Niederaußem gleichkommen. Damit wird sowohl der in 2003 gefaßte Ratsbeschluß vollends entkräftet, als auch die Entscheidung des Regionalrates in Frage gestellt. Die CDU spricht sich außerdem entschieden gegen eine Prüfung von Alternativstandorten aus.

    Die Beschlußvorlagen der SPD, den Grünen und der Verwaltung hingegen sehen die Einforderung der von RWE gemachten Versprechen und Zusagen vor. Auch die Einbeziehung alternativer Standorte in die Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie der vorhanden 3 weiteren Kraftwerksstand- orte des Unternehmens sind Inhalt ihrer Vorlagen. Es soll ausdrücklich auf eine Reduzierung der Belastungen für die Region hingearbeitet werden.

    Bei der anschließenden Abstimmung setzt die CDU ihren Vorschlag knapp durch.

    Ein Stadtrat der sich immer wieder von RWE ausspielen läßt, der nicht in der Lage ist seine eigenen Beschlüsse umzusetzen und wenigstens die vom Energieunternehmen in schriftlicher Form abgegebenen Zusagen einzufordern, verliert seine Glaubwürdigkeit und den Respekt der Wähler.

    RWE Scoping Unterlagen (.pdf 3.420KB) zur Änderung des Regionalplanes
    02.08.2007 Die FDP-Kreistagsfraktion berät über die Erweiterung der BoA-Anlagen in Bergheim-Niederaußem.

    An der Sitzung des Arbeitskreises "Wirtschaft, Kreisentwicklung, Umwelt und Energie" nimmt der Planungsleiter von RWE Power und auch Big BEN als Vertreter der betroffenen Bürgerschaft teil.

    Die derzeitige Planung für Niederaußem sieht die Erweiterung des Kraftwerks durch eine BoA-Doppelblockanlage (2x1100 Megawatt) auf einer Fläche von ca. 40 Hektar vor. Der Bau soll 2011 beginnen. Die Frage von Big BEN, welche Art Nutzung für die Restfläche von ca. 123 Hektar vorgesehen ist, ist schnell beantwortet: "Fabrikanlagen zur CO2-Abscheidung, Bio-Gas Kraftwerk, Flächenreservierung für den Bedarfsfall".

    Big BEN fordert an Stelle der Ausweitung der Kraftwerksfläche Niederaußem den unverzüglichen Rückbau des Uralt-Kraftwerks Frimmersdorf, sowie die Errichtung weiterer BoA-Kraftwerke auf der dadurch entstehenden Freifläche.
    Juni 2007
    15.06.2007 Der Regionalrat Köln berät über den von RWE Power im Mai 2007 gestellten Antrag auf Änderung des Regionalplanes für den Kraftwerksstandort Niederaußem.

    40 Hektar Fläche für zwei weitere Braunkohlekraftwerke (BoA-Blöcke 4+5) sollen von der Bezirksregierung "vorhabenbezogen" in Kraftwerksfläche umgewandelt werden.
    Die Vorlage für die Regionalratssitzung: RWE Antrag (320kB)

    Beschluß des Regionalrates Köln:
    "Der RWE Antrag wird abgelehnt - das Verfahren wird nicht eingeleitet !"

    Hier einige Veröffentlichungen / Stellungnahmen zum Beschluß:
    Regionalrat setzt Signal gegen RWE (Pressemitteilung)
    Stellungnahme Stadträte Kurt Büchel und Dieter Hunke (.pdf 91kB)
    Stellungnahme BUND (Internet-Link zum BUND)
    Mai 2007
    07.05.2007 Am Montag den 07.05.2007 findet im Rathaus in Bergheim eine Sitzung des Stadtrats statt, Beginn 17:00Uhr.
    Im Sitzungsverlauf stellt RWE Power seine Planung für die BoA-Blöcke 4+5 (Doppelblockanlage ähnlich Neurath) am Stadtort Niederaußem vor. Diese sollen auf einer 40 Hektar großen Fläche auf dem Gelände an der B 477, zwischen der Landstrasse L 271 und der Nord-Süd-Kohlebahn errichtet werden.

    Notiz zur Sitzung:
    Die Bürgermeisterin scheint irritiert wegen der 7 Big BEN Mitglieder auf der Besuchertribühne. "Wir wollen hier keine Pulheimer Verhältnisse, das ist eine Ratssitzung und keine Bürgeranhörung", läßt sie verlauten.

    Herr Theo Tippkötter (Kraftwerksdirektor) und Dr. Hans-Peter Schiffer (Leiter Kraftwerksplanung) erhalten ausführlich Gelegenheit das Vorhaben BoA 4+5 vorzustellen. Abermals werden Aussagen/Zusagen zu Abschaltungen von alten 150 Mega Watt Blöcken gemacht. Diesmal wird deren Abschaltung schrittweise für die Zeit zwischen 2009 bis 2012 in Aussicht gestellt.
    Zur Erinnerung: Erste Abschaltungen waren dem Rat der Stadt Bergheim bereits für 2003/2004 als Gegenleistung für BoA 1 zugesagt worden.

    Einigen Ratsmitgliedern ist das noch in Erinnerung, woraufhin sie die längst überfälligen Abschaltungen anmahnen und kritische Äußerungen an die Herren von RWE richten.

    "Auch das seinerzeit von RWE gegebene und ebenfalls nicht eingehaltene Versprechen, in Niederaußem nach der Inbetriebnahme von BoA 1 nicht mehr Kohle zu verstromen als vorher im Altkraftwerk, hat zum Vertrauens-verlust geführt", so die Aussage eines Ratsmitglieds.

    Die Frage danach wieviele Arbeitnehmer aus NRW oder wenigstens aus Deutschland beim Bau Beschäftigung finden würden beantwortet Dr. Schiffer mit der Feststellung: "Darauf hat RWE keinen Einfluß, man kann schließ-lich keiner Firma vorschreiben woher sie ihre Mitarbeitern zur Bauausführung nimmt. Jedes Unternehmen unterliegt da gewissen wirtschaftlichen Zwängen".

    Gesamtheitlich mag der Rat sich jedoch weder gegen, noch für den weiteren Ausbau des Kraftwerks Niederaußem aussprechen. Man sehe sich erst am Anfang des Verfahrens und das sei außerdem nicht vom Stadtrat sondern vom Regionalrat zu entscheiden.

    Dokumentation:
    Vorlage zur Ratssitzung (.pdf 26 kB)
    Niederschrift zur Ratssitzung (.pdf 67 kB)
    Beschluß zur Ratssitzung (.pdf 29 kB)
    März 2007
    06.03.2007 Im Pfarrsaal des Bergheimer Ortsteils Hüchelhoven, Nikolaus-Adams-Str.29, findet um 19:30 Uhr die alljährliche Jahreshauptversammlung von Big BEN statt. Hierzu sind selbstverständlich nicht nur die Mitglieder von Big BEN herzlich eingeladen, sondern jeder der sich von der Zentralisierung der Kraftwerke betroffen fühlt.

    Einzelheiten zum Verlauf des Abends sowie zu den Themen entnehmen Sie bitte dem  Protokoll JHV 06.03.2007
    Dezember 2006
    09.12.2006 Big BEN deckt auf:
      RWE Power hält an seinem Vorhaben fest den
      Kraftwerksstandort Niederaußem zu erweitern.
    Ein erneuter Antrag auf Änderung des Gebietsentwicklungsplanes (GEP), d.h. auf eine Ausweitung des Kraftwerkes weit über die Kohlebahn hinaus
    bis zur Landstrasse L 271, steht bei RWE Power kurz vor der Fertigstellung.
    Den ersten Anlauf hatte das Unternehmen in 2003/2004 unternommen, seinerzeit wurde der Antrag jedoch vom Regionalrat Köln abgelehnt.
    Wie beim ersten Anlauf, so auch jetzt, mag man sich bei RWE Power nicht dazu durchringen die Bevölkerung zu informieren - stattdessen sollen Fakten geschaffen werden.

    Big BEN ist der Meinung ein Kraftwerksprojekt, in der zu erwartenden Größenordnung (2Stk. BoA-Doppelblocks, also 4x1000MW) in unmittel-barer Nachbarschaft zu Wohnsiedlungen, darf nicht schon wieder an den Bürgern der umliegenden Orte vorbei geplant werden. So wendet sich die Bürgerinitiative an die örtliche Presse. Darüber hinaus fordert Big BEN unvermindert den Rückbau der Uraltkraftwerksblöcke, nach deren Abriß stehen ausreichend Flächen für Kraftwerksneuanlagen zur Verfügung.
    05.12.2006 Anläßlich der Verleihung des Heiner-Leßmann-Preises, am Europäischen Tag des Ehrenamtes, würdigt der Stadtverband der CDU-Bergheim das Engagement der Big BEN Mitglieder Joachim Gille und Walter Winkelius.

    Herr Gille (stellvertr. Vorsitzender Big BEN) und Herr Winkelius (Kassierer Big BEN) stellen annähernd ihre gesamte Freizeit für die Arbeit in der Bürgerinitiative zur Verfügung.
    Der Preis wird ausgelobt für hervorragende Leistungen im bürgerschaftlichen Engagement. Die diesjährige Preisverleihung stand unter dem Motto:
    "Die Natur gibt - der Mensch nimmt"
    Geehrt wurden Persönlichkeiten mit unermüdlichem Einsatz für den Umwelt- und Naturschutz.
    September 2006
    23.09.2006 In Pulheim findet ein internationales Treffen aller Anti-Braunkohle-Initiativen statt.

    Auch wenn die Ziele von Big BEN ausdrücklich einen Konsens mit der Braunkohleverstromung zulassen und sich nur gegen die Zentralisierung neuer Großkraftwerke auf engstem Raum richten, nutzen wir die Gelegen- heit auf unsere Standpunkte hinzuweisen. Während der gesamten Veran- staltung, die unter dem Motto: "Zukunft statt Braunkohle" steht, ist der
    Big BEN Infostand auf dem Vorplatz zum Dr. Köster-Saal immer besetzt.

    Die Rede des Bürgermeisters der Stadt Pulheim, Dr. Karl August Morisse, enthält deutlich kritische Worte zur Braunkohlewirtschaft. Sich auf die Braunkohle festschreiben heißt: "Die Zukunft vorsätzlich veruntreuen" .

    Das Aktionsbündnis Pulheimer Bürger "Leben ohne BoA", sieht die Energiezukunft in alternativen, erneuerbare Energien, sowie in effizienteren Blockheizkraftwerken.
    Oktober 2006
    13.10.2006 Auf dem Gelände des Kraftwerks Neurath beginnt RWE mit dem Bau eines neuen, automatisierten Logistikzentrums. Damit will das Unternehmen Verbrauchsmaterial- und Ersatzteilhaltung für seine Kraftwerke und Tagebaue zentrieren.
    Landrat Dieter Patt wertete die Entscheidung von RWE Power "als ein weiteres deutliches Zeichen für den Standort". Aus Sicht von Big BEN ist sie ein weiteres Indiez für die Zentralisierung aller neuen Kraftwerke an den beiden Standorten Niederaussem und Neurath.
    August 2006
    23.08.2006 Die Kraftwerksbaustelle in Neurath wird von Polizeikräften abgeriegelt. Unter starkem Polizeischutz findet die Grundsteinlegung für die Kraftwerksblöcke BoA2+3 statt. Reichlich verspätet, denn nach Monate langer Bauzeit sind die Treppentürme von BoA2 annähernd fertig und auch der erste begonnene Kühlturm ist schon weithin sichtbar.

    Da nur geladene Gäste aus Politik und Wirtschaft an der Feier teilnehmen dürfen, bleibt man beim gegenseitigen Schulterklopfen ungestört. So findet selbst der Auspruch von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers: "Die BoA ist ein Meilenstein in der Umwelttechnologie und ein ungeheurer Fortschritt bei der Bewahrung der Schöpfung", noch Beifall. Naja - ob der Schöpfer das auch so sieht?!
    10.08.2006 Der Protest gegen die massiven Kraftwerkserweiterungen zieht immer größere Kreise. Nach Pulheim, Stommeln, Sinthern und Manstedten melden sich nun auch Geyener Bürger zu Wort. Sie protestieren dagegen, dass der Energieversorger RWE an den beiden Standorten Niederaussem und Neurath weitere BoA-Blöcke bauen will.
    Juni 2006
    12.06.2006 Kommt es zu einem Brand im Kraftwerk Niederaußem. Die Werksfeuerwehr erkennt schon bald hier machtlos zu sein. Es wird Großalarm ausgelöst und 250 Feuerwehrleute rücken aus. Aus dem Kreis, aus Köln, Bonn, Dormagen und Heinsberg kommen die Einheiten. Spezialfahrzeuge werden sogar aus Dortmund geordert.
    Glücklicherweise bleibt der gigantische BoA-Block vom Feuer verschont. Sein Gefahrenpotential bei einem Störfall ist nur schwer bzw. gar nicht abschätzbar. Da drängen sich Fragen auf wie:
    • Was wenn die Verbrennung im 170m hohen Kesselhaus außer Kontrolle gerät? Welche Rettungs- und Löschgeräte stehen für derartige Höhen zur Verfügung - sind sie überhaupt verfügbar?
    • Wie weit sind die Auswirkungen eines Feuers, einer Kessel- oder Kohlenstaubexplosion zu spüren? Das Kraftwerk liegt immerhin direkt an bzw. in unmittelbarer Nähe unserer Dörfer!
    • Sind die örtlichen / städtischen Rettungsdienste überhaupt auf die möglichen Szenarien vorbereitet?
    • Gibt es für den Ernstfall einen Katastrophenplan bzw. einen Rettungs- und/oder Evakuierungsplan?
    • Ist auf die zur Überwachung eingesetzte Technik wirklich verlaß?
      Für die derzeit entstehenden BoA-Blöcke in Neurath ist eine Leittechnik vorgesehen die von nur einem Mitarbeiter überwacht werden soll!
    Kesselanlagen mit Dampfdrücken von 270bar haben eine immense Sprengkraft, da hält auch die schöne Wellblechfassade nichts mehr zurück.
    Noch im Juli 2005 hatte es einen Brand im Kraftwerk Frimmersdorf gegeben.
    März 2006
    30.03.2006 Erscheinen die ersten Presseberichte zu einem von RWE Power geplanten
    CO2-freien Kohlekraftwerk. Mit Hilfe neuer Techniken soll das Klimagas CO2 von den Rauchgasen abgespalten und unterirdisch endgelagert werden.
    Für die geplante Kraftwerksleistung von 450 Megawatt sind ca. 2 Millionen Tonnen CO2 angegeben.

    Politiker des Rhein-Kreis Neuss und aus Grevenbroich - der "Bundeshaupt-stadt der Energie" - reißen sich bereits wieder um das Projekt.
    Obwohl noch völlig unklar ist wie und wo die Endlagerung des Klimagases erfolgen soll, bzw. welche Risiken damit verbunden sein könnten, möchte man bereits den Stadtort Grevenbroich-Frimmerdorf für die Errichtung des neuen Kraftwerks manifestieren.

    Noch Mitte 2005 hielt RWE Power das CO2-freie Kraftwerk für unwirtschaft-lich und "noch nicht genügend untersucht".
    Lesen Sie hierzu auch:  Das CO2-freie Kraftwerk
    14.03.2006 Im Pfarrsaal des Bergheimer Ortsteils Hüchelhoven, Nikolaus-Adams-Str.29, findet um 19:30 Uhr die Jahreshauptversammlung von Big BEN statt.
    Hierzu sind nicht nur alle Big BEN Mitglieder herzlich eingeladen, sondern jede(r) interessierte Mitbürgerin und Mitbürger.

    Einzelheiten zum Verlauf des Abends sowie zu den Themen entnehmen Sie bitte dem  Protokoll JHV 14.03.2006 (126kB)
    Januar 2006
    02.01.2006 RWE Power hat heute mit den Baumaßnahmen, d.h. den Fundamentie-rungsarbeiten für die 2.200-Megawatt-Doppelblockanlage (BoA 2+3) des neuen Braunkohlenkraftwerks mit optimierter Anlagentechnik am Standort Neurath begonnen. Die Inbetriebnahme soll 2009/2010 erfolgen.

    Unmittelbar nachdem die Bezirksregierung Düsseldorf im Juni 2005 die Genehmigung des neuen Braunkohlenkraftwerks erteilt hatte, begann RWE Power mit den bauvorbereitenden Maßnahmen auf der Vorhabensfläche. Rund eine Million Kubikmeter Erdreich wurden dafür bewegt/abgetragen.

    Detailierte Informationen können der Broschüre: BoA-Neurath.pdf (367kB)
    entnommen werden.

    Im Außmaß und in den Abmessungen wird er den BoA-Block 1 in Niederaußem (1.000 Megawatt) ganz sicher in den Schatten stellen.
    Dezember 2005
    08.12.2005 Im Hürther Rathaus findet ein so genannter "Scoping-Termin" statt, bei dem die Fach- und Umweltbehörden festlegen, welche Voraussetzungen RWE für die Erweiterung seiner Genehmigungen zur Mitverbrennung von Müll zu erfüllen hat.
    Das Unternehmen will die Verbrennung von Zusatzstoffen ausdehnen.
    Neben Klärschlämmen sollen in den RWE-Kraftwerken künftig auch so genannte Sekundär- bzw. Ersatzbrennstoffe verbrannt werden. Dabei handelt es sich um Produktions- und Gewerbeabfälle, Kunststoffe, Papier und Folien. Mit der Genehmigung rechnet RWE Power Ende 2006.
    Bereits seit 1994 hat RWE in seinen Kraftwerken Knapsack/Berrenrath und in Wachtberg Million Tonnen Klärschlamm verbrannt.
    August 2005
    20.08.2005 Auf dem Marienfeld (einem ehemaligen Tagebaugelände) versammeln sich eine Million Pilger um mit Papst Benedikt XVI. zum Abschluss des Weltjugendtages in Köln den größten Gottesdienst in der deutschen Geschichte zu feiern.
    RWE-Power (be)nutzt die Veranstaltung um bei den Teilnehmern aus aller Welt Werbung für den Braunkohleabbau und deren Verstromung zu machen.
    Den Pilgern wird mit Hilfe eines RWE-Flyers der ca. 25 Jahre andauernde Tagebau, d.h. ein 250m tiefes und 11,5 Quadratkilometer großes Loch in einer ehemals intakten Kulturlandschaft als Segen für die Menschheit angepriesen - die Umsiedlung von 5 Dörfern mit insgesamt ca. 7.000 Menschen als sozial verträglicher Umsiedlung in neue Orte beschrieben.

    Damit Sie sich eine eigene Meinung bilden können gibt´s hier das komplette Flugblatt:  "Junge, lebendige Landschaft !" (.pdf-Datei 554KB)

    Sollte da etwa ein Ausschnitt aus der Schöpfungsgeschichte wiedergeben werden? Wurde Dank RWE-Power aus einfacher Natur ein echtes Paradies.
    Juni 2005
    23.06.2005 Die RWE Power AG kann ihr neues Braunkohlekraftwerk in Neurath
    (Kreis Neuss) bauen. Die Bezirksregierung Düsseldorf hat dem Unternehmen heute die Genehmigung dazu erteilt.
    In Neurath soll ein "Doppelblock" errichtet werden, bestehend aus 2 BOA-Anlagen.
    RWE Power will im Januar 2006 mit dem Neubau beginnen.
    Die beiden Kraftwerksblöcke sollen 2010 den Betrieb aufnehmen.
    Mai 2005
    19.05.2005 Der Vorstand von Big BEN hat die bevorstehenden Landtagswahlen zum
    Anlass genommen, die Landtagskandidaten aller Parteien für den 19.05.05
    zu einem Informationsabend einzuladen.
    Veranstaltungsort ist der Pfarrsaal in Bergheim-Hüchelhoven,
    Nikolaus-Adams-Str.29, Beginn: 19:00Uhr.
    An diesem Abend soll sich jeder, der sich vom Kraftwerkserweiterungs-
    programm betroffenen fühlt, über die Einstellung seines Kandidaten, bzw.
    dessen Partei, informieren können. Im Rahmen einer Diskussionsrunde
    wird hier die Möglichkeit zum Dialog mit den Politikern geboten.
    Eine weitere Chance, seine Meinung/Sicht als Betroffener darzustellen.

    Näheres zum Verlauf des Abends kann dem nachstehenden Protokoll
    entnommen werden.

    Protokoll der Info-Veranstaltung

    Und hier die Antworten der Kandidaten auf die Anfrage/Einladung
    von Big BEN:

    CDU(22.03.05) Hr. Armin Müller, Fraktions-Geschäftsführer

    CDU(22.03.05) Hr. Willi Zylajew, Mitglied d. dt. Bundestages

    CDU(21.04.05) Hr. Peer Steinbrück, Ministerpräsident NRW

    CDU(25.04.05) Hr. Edmund Heller, Refer. d. Frakt.-Vorsitzenden

    CDU(02.05.05) Hr. Axel Horstmann, Minister f. Verkehr, Energie u. Landesplanung


    FDP(12.05.05) Hr. Horst Engel MdL, FDP Kreisverband-Erft


    SPD(07.04.05) Hr. Edgar Moron, Fraktionsvorsitzender

    SPD(07.04.05) Hr. Hardy Fuß, Mitglied d. Landtags

    SPD(11.05.05) Hr. Guido van den Berg, Vorsitzender der Rhein-Erft SPD

    Grüne(16.05.05) Fr. Bärbel Höhn, Ministerin f. Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW

    April 2005
    20.04.2005

    Im Bürgerausschuß der Stadt Bergheim stellt RWE seine Planung für eine neue Kohletrocknungsanlage auf dem Gelände des Braunkohlekraftwerks Niederaußem vor. Die Planung beinhaltet auch eine Nutzungsverlängerung des Montageplatzes vor der Nord/Süd-Bahn.

    Das Gelände an der Nord/Süd-Bahn war bis zum Bau des BoA-Blocks 1 landwirtschaftliche Nutzfläche. Die Genehmigung zur Nutzungsänderung war an die Errichtung des BoA-Blocks 1 gebunden, zeitlich begrenzt und bereits in 2004 erloschen.

    Big BEN hat seitdem mehrfach die mit den Nutzungsbedingungen vereinbarte Renaturierung des Platzes gefordert.

    Da für die Montage der Kohletrocknungsanlage eine weit kleinere Fläche ausreicht, die auch auf dem Werksgelände zur Verfügung steht, ist klar warum RWE diesen Forderungen nicht nachkommt:

    Nach Fertigstellung der BoA-Blöcke 2+3 in Neurath werden die Bauarbeiten für weitere Kraftwerksblöcke in Niederaußem wieder aufgenommen.

    05.04.2005

    2 Tage (04.-05.April 2005) wird unter Vorsitz der Bezirksregierung Düsseldorf das Für und Wider zwischen RWE-Power und Einwendern sowie Gutachtern diskutiert. Big BEN ist dabei und stellt fest:

    • Den vielen eindringlichen Appellen aus der betroffenen Bevölkerung wird weit weniger Zeit gewidmet als dem Thema "Feldhamster".
      Zur fachlichen Erörterung des "Hamsterproblems" sind extra Gutachter und Vertreter der oberen Landschaftsbehörde angereist.
      Es entsteht der Eindruck als sei der Feldhamster schützenswerter als der Mensch.
    • Der Vortrag des Kraftwerksleiters (Neurath und Frimmersdorf) bezieht sich auf die durch den Kraftwerksbau zu erwartende Wertschöpfung.
      Hier sind (wieder einmal) die üblichen Statements zu hören:
      Arbeitsplätze, Aufträge für kleine und mittlere Betriebe in der Region, Kaufkraft für den Einzelhandel.
      Diese Argumentation wurde bereits beim Bau des ersten BoA-Blocks in Niederaußem widerlegt - Abbau von ca 12.500 Arbeitsplätzen bei RWE-Power/Rheinbraun, hiesige Unternehmen zu klein oder ohne entsprechende Verbindungen um am Bau beteiligt zu werden, ausländische Arbeitnehmer nehmen die Kaufkraft mit in ihre Heimat.
    • Helle Empörung bei allen Zuhörern als dann auch noch die Umsiedlung von Tausenden von Bürgern (allein für den Tagebau Garzweiler 2 sind es 7.600 Menschen) als neue Wertschöpfung angeführt wird. Dabei verschwinden Jahrhunderte alte Orte, Dorfgemeinschaften werden zerschlagen. Kulturlandschaften, Wälder und Seen weichen einem fast 50 Quadratkilometer großen Loch.

    März 2005
    10.03.2005 Big-BEN hält um 19:30 Uhr seine zweite Jahres-Hauptversammlung ab.
    Veranstaltungsort ist der Pfarrsaal in Bergheim-Hüchelhoven,
    Nikolaus-Adams-Str.29
    Die Versammlung ist öffentlich, d.h. neben den Mitgliedern sind alle
    interessierte Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen.

    Einzelheiten zum Verlauf des Abends sowie zu den Themen entnehmen Sie bitte dem  Protokoll JHV 10.03.2005
    September 2004
    22.09.2004 Big BEN hält eine außerordentliche, öffentliche Mitgliederversammlung ab.
    Zu dieser Versammlung hat Big BEN auch alle im Rhein-Erft-Kreis zur
    Kommunalwahl kandidierenden Kandidatinnen und Kandidaten eingeladen.
    Anlaß der Versammlung:
    Die Veröffentlichung und Diskussion von Stellungnahmen der Kandidatinnen
    und Kandidaten einer an sie gerichteten Anfrage zur Kraftwerkserweiterung
    in Niederaußem.

    Einzelheiten zum Verlauf des Abends sowie zu den Themen entnehmen Sie bitte dem  Protokoll MV 22.09.2004
    19.09.2004 Aufgrund der bevorstehenden Kommunalwahlen hat der Vorstand von
    Big BEN die Kandidatinnen und Kandidaten aller Parteien im
    Rhein-Erft-Kreis angeschrieben.
    In diesem Brief haben wir nochmals auf die für die Region zu erwartenden negativen Folgen der von RWE-Power auch weiterhin beabsichtigten
    Kraftwerkserweiterung (noch zusätzliche 3-4 BoA-Blöcke in Niederaußem und 4-5 BoA-Blöcke in Neurath), hingewiesen, insbesondere auf die Zunahme der Belastungen durch den Weiterbetrieb der Altkraftwerke.
    Weiterhin baten wir darin um eine persönliche Stellungnahme bzw. um die Mitteilung der Haltung der jeweiligen Partei zum Bauvorhaben von RWE-Power.

    Die Stellungnahmen der Parteien lesen Sie hier :

    CDU(10.08.2004) Hr. Schmitz

    CDU(17.08.2004) Hr. Kösters, Fraktionsvorsitzender
    CDU(27.08.2004) Hr. Stump, Landrat

    CDU(30.08.2004) Fr. Pfordt, Bürgermeisterkandidatin

     

    FDP(10.08.2004) Fr. Wegener

    FDP(29.08.2004) FDP Stadtverband Bergheim

     

    SPD(16.08.2004) Hr. Hunke

    SPD(27.08.2004)  Fr. Arnolds

    SPD(13.09.2004) Ortsverein Bergheim

    SPD(17.09.2004)  Hr. Hadel, Landratskandidat

     

    Bündnis90/Die Grünen (31.08.2004) Hr. Bortlisz-Dickhoff

    Bündnis90/Die Grünen (07.09.2004) Hr. Warnecke

    Landtagskandidat

    Bündnis90/Die Grünen  Hr. Juette


    UBB(14.09.2004) Hr. Schäfer


    BMA - bisher keine Stellungnahme

     

    Ratsbeschluss der Stadt Bergheim

    vom 07.04.2003

    Juni 2004
    08.06.2004 Big BEN redet mit Herr Guido van den Berg dem Vorsitzenden
    der Rhein-Erft SPD und Kreistagsabgeordneten im Rhein-Erft-Kreis.

    Hier erfahren Sie mehr
    08.06.2004 Big BEN besucht den Landtag in Düsseldorf zu einem
    Informationsgespräch mit dem Vorsitzenden der SPD-Fraktion in NRW,
    Hr. Edgar Moron.

    Hier erfahren Sie mehr
    06.06.2004 Big BEN präsentiert sich mit einem Informationsstand auf dem
    "Dorfaktionstag" in Fliesteden.

    Hier erfahren Sie mehr
    Februar 2004
    05.02.2004 Hält Big BEN, im Pfarrsaal in Bergheim-Hüchelhoven, seine erste
    Jahreshauptversammlung ab, dazu sind sowohl alle Mitglieder als
    auch Gäste eingeladen.

    Einzelheiten zum Verlauf des Abends sowie zu den Themen entnehmen Sie bitte dem  Protokoll JHV 05.02.2004
    06.02.2004 Der Regionalrat Köln entscheidet erneut (zum dritten mal) das Verfahren
    zur Erweiterung des Niederaußemer Kraftwerkgeländes nicht zu eröffnen.
    (Änderung des Gebietsentwicklungsplanes).

    Ausführungen und Begründungen der Bezirksregierung entnehmen Sie bitte dem Regionalratsbeschluß
    Dezember 2003
    19.12.2004 RWE Power stellt einen neuen Antrag auf Änderung des
    Gebietsentwicklungsplanes für die Vorhabensfläche zur Erweiterung ihres
    Kraftwerks in Niederaußem.

    November 2003
    29.11.2003 Big BEN führt eine Informationsveranstaltung in Fliesteden durch

    Ansprechpartner vor Ort

    Rheidt / Hüchelhoven
    Georg Keulertz: 02183-413030
    Hans-Joachim Gille: 02183-7231

    Auenheim
    Wolfgang Sewelies: 02271-55789

    Bedburg-Rath
    Herbert Förster: 02272-918990

    Büsdorf
    Dr. Ruth Hausmann: 0171-2427240

    Fliesteden
    zur Zeit keine Kontaktperson

    Glessen
    Michael Broetje: 02271-52577

    Oberaußem
    zur Zeit keine Kontaktperson

    Niederaußem
    Dieter Hunke: 02271-52577

    Stommelerbusch
    Rolf Dohm: 0172-9356854

    E-Mail: info@bi-bigben.de

    Kohlekraftwerke statt Klimaschutz       Videostream
    Öffnen mit Klick
    Big BEN Bürgerinformation
    Tennishalle Niederaussem
    im November 2007
     Big BEN im Regionalrat Köln
    Sonnenuntergänge im
    Rheinischen Braunkohlerevier